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Autor Thema: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf  (Gelesen 1759 mal)

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Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #30 am: 23.02.2019, 13:15:20 »
Louis nickte beifällig. "Enfin! Ein 'erausforderung iest genau, was iesch brauche!" Womit auch er sich aus dem Sattel schwang. Er schien allerdings weniger von einer Verbrüderung mit dem gemeinen Volk zu halten, denn er wies den Alten an: "Wohlan, Vieillard - ein Bursche soll siesch gut um die Pferde kümmern, während wir uns an'ören, was ihr auf die Seele 'abt." Zu Finnegan gewandt meinte er: "Iesch nehme an, Ihr 'abt nieschts dagegen, dass iesch an Eurer Jagd teilnehme, Monsieur?"

Finnegan O´Dougal

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Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #31 am: 24.02.2019, 23:46:43 »
Finnegan ließ noch einmal seinen Blick über den noblen Montaigner schweifen.
"Nein, ganz und gar nicht. Es ist oft hilfreich, jemanden dabei zu haben, der einen unterstützt."
Dann wendete er sich wieder dem Alten zu.
"Genau. Erzählt uns, was passiert ist."
"Bringt mehr Whiskey und Weiber."

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #32 am: 25.02.2019, 06:46:35 »
Erich hatte den Worten von Friedrich nicht viel hinzu zu fügen "Ihr habt unser Wort, wir werden alles tun damit dieser Karl nicht an dieser Mission teilnimmt. Wir werden ihn nur nach dem Weg fragen"

Da es Friedrich scheinbar eilig hatte und sofort aufbrechen will sagt Erich dann zum Schluss noch "Haltet uns ein warmes Bett frei und seht zu das wir später noch einen ordentlichen Teller voll mit Eintopf bekommen. Mehr wollen wir erst einmal nicht"

Mondragor

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Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #33 am: 01.03.2019, 06:48:10 »
Der alte Mann zögerte zunächst und musterte Finnegan und Louis nochmals genau, nickte dann aber mit einer grimmigen Zufriedenheit auf die Worte des Inen hin und ließ die Mistgabel wieder sinken.
"Alors, iesch werde Euch erzählen alles, was iesch weiß." Daraufhin schilderte er, was sich am Vorabend begeben hatte, was jedoch nicht viel mehr war, als sie bereits von ihm erfahren hatten: Der fremde Mann war am frühen Abend ins Dorf gekommen und wurde gastfreundlich aufgenommen. Am Abend trafen sich die Bewohner in ihrem Gemeinschaftshaus zu einer Feier, zu der sie ihren Gast einluden, und im Laufe des Abends hatte er immer wieder angeregt mit Jeanne, der jungen Frau, gesprochen, die die Aufmerksamkeit wohl durchaus genossen hatte.
Irgendwann neigte der Abend sich dem Ende entgegen und alle gingen zu ihren Betten, doch am nächsten Morgen stellte Jeannes Familie ihr Fehlen fest - und auch der Besucher war verschwunden. Schnell waren alle Männer auf den Beinen, um nach der jungen Frau zu suchen, und tatsächlich fanden sie nach einiger Zeit Spuren, die in Richtung des Sumpfes führten. Doch sie verloren sie wieder, und noch zur Stunde waren die Männer draußen auf der Suche nach Jeanne und dem Fremden.

"Niemals würde sie freiwillig mit eine solche Schüft ge'en. Werdet Ihr üns 'elfen?" war der Alte sich sicher, und schaute die beiden Männer hoffnungsvoll an.

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #34 am: 01.03.2019, 19:56:40 »
Mit gerunzelter Stirn hörte sich Louis die ausführlichere Schilderung des Alten an. Gelegentlich entfuhr ihm ein "Fichtre!" oder ein leises "Mille tonnerres!" Als der Mann geendet hatte, zog er seinen Degen, vollführte einen schwungvollen Ausfall gegen einen unsichtbaren Gegner und versicherte: "Die 'alunke wird die Spitze meines Degens zu fühlen bekommen - die Mademoiselle iest bereits so gut wie gerettet, ihr 'abt meine Wort, Alterschen!" Ein grimmiges Nicken bekräftigte seine Worte.

Mondragor

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Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #35 am: 02.03.2019, 19:08:55 »
Der alte Mann hatte keine echte Überzeugungsarbeit nötig: Die beiden Adligen überboten sich beinahe in ihrem Eifer, der jungen Frau zur Hilfe zu eilen, und Gerôme (so der Name des Alten, wie sie schließlich erfuhren) zögerte nicht, ihnen die Richtung zu weisen. Inzwischen war die Dämmerung angebrochen, und es dauerte nicht allzu lange, bis sie dem Suchtrupp begegneten, der ihnen mit hängenden Köpfen entgegenkam. Sie hatten den ganzen Tag über gesucht, dabei auch Spuren gefunden: Fußspuren, schließlich sogar ein abgerissenes Stück vom Rock des Mädchens. Die Spuren führten wie befürchtet, mitten in den Salzsumpf, doch die Männer hatten all ihren Mut zusammengenommen und waren gemeinsam selbst in diese verfluchte Gegend vorgedrungen. Doch nun, da es dunkel wurde, verließ selbst den Tapfersten der Dorfbewohner der Mut, denn nachts, so versicherten sie Finnegan und Louis, spukte es im Sumpfgebiet.

Die beiden Ausländer jedoch ließen sich nicht so leicht entmutigen und setzten ihren Weg, gefolgt von den ängstlichen Blicken der Dörfler, in Richtung des Zentrums des Sumpfes fort.

~~~

Die Wirtin versicherte Erich, dass sie den Herd noch bis spät in die Nacht befeuern werde, und wenn die beiden den Schrecken zur Strecke bringen würden, könnte er so viel von dem Eintopf essen, bis er platzen würde. Wenig später, als sie draußen gepackt und gewappnet warteten, stieß der junge Mann zu ihnen, der sich ihnen als Karl vorstellte. Er trug eine rostige Klinge bei sich, eher ein großes Messer, das schon unter Erichs kritischem Blick beinahe zu Staub zu zerfallen drohte, und schien eher freudig erregt als ängstlich zu sein.
"Seid Ihr Monsterjäger?" fragte er aufgeregt. "Ich möchte auch einer werden, aber mein Vater zwingt mich, auf dem Hof zu bleiben. Ich könnte so viel mehr tun als den ganzen Tag auf dem blöden Acker zu schuften. Ich weiß ganz genau, was in mir steckt. Ich will Prinzessinnen vor üblen Monstern retten, die Fürsten würden mich an ihrem Tisch speisen lassen! Und ich würde gerne einen echten Drachen sehen! Meint Ihr, es gibt noch echte Drachen? Die Leute sagen, sie sind alle ausgestorben, aber irgendwo gibt es sie noch, ich weiß es ganz sicher!"

Es war nicht einfach für die beiden, den Jungen zu beruhigen, und langsam wurde ihnen klar, was die Wirtin meinte, als sie sagte, sie sollten ihn zurückhalten, damit er keine Dummheiten beging. Vielleicht wäre es sogar heilbar für sein Draufgängertum, wenn er einem echten Schrecken gegenüberstehen würde - doch viel wahrscheinlicher wäre es, dass er die Begegnung nicht überleben würde.

Dennoch ließen sich die beiden Kreuzritter von Karl in Richtung des Sumpfes führen, bis sie an den Punkt kamen, an dem er das Heulen gehört hatte. Es war nun schon recht dunkel geworden, und immer noch waren sie außerhalb des Sumpfes. "Von dort kam das Heulen." deutete Karl in eine bestimmte Richtung. "Dort muss das Monster sein. Wollt Ihr mich nicht doch mitnehmen? Ihr seid doch dabei, da kann mir nichts passieren. Und ich kann mich durchaus selbst zur Wehr setzen." Um seine Worte zu unterstreichen, hieb er einige Male mit seinem Messer durch die Luft, was in Erichs Augen seine Unbeholfenheit mit der Klinge nur noch unterstrich. Da die beiden hart blieben, führten sie die Pferde bald alleine weiter in den Sumpf hinein, immer aufmerksam nach Bewegungen oder Geräuschen lauschend, die den Schrecken verraten würden.

~~~

Don Tristan war den Spuren nun bereits eine ganze Weile gefolgt, und der Abend wurde ständig dunkler. So langsam musste er sich überlegen, bis wann er umkehren musste, denn ganz geheuer war ihm dieser Sumpf in der Dunkelheit nicht. Doch noch war die Spur gut zu sehen, und Tristans Neugier siegte über seine Vorsicht.

Gerade als er zu dem Schluss gelangte, nun wirklich umkehren zu müssen, machte er gleich zwei unwahrscheinliche Entdeckungen: In einiger Entfernung näherten sich Männer - und das nicht nur von seiner linken Seite, sondern auch von der Rechten. Noch waren sie kaum zu sehen, und er vermutete, dass er selbst bis jetzt unentdeckt geblieben war. Doch von beiden Seiten näherten sich jeweils zwei Männer, die wie er ihre Pferde hinter sich herführten.
« Letzte Änderung: 04.03.2019, 05:59:30 von Mondragor »

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #36 am: 03.03.2019, 17:37:29 »
Als Erich plötzlich Bewegungen im Sumpf ausmacht, gibt er Friedrich ein kurzes Zeichen und vergewissert sich das dieser die Gestalten auch bemerkt hat, danach zieht Erich sofort sein Schwert und macht sich für einen eventuellen Kampf bereit.

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #37 am: 05.03.2019, 06:34:30 »
Dankbar nickte Friedrich der Wirtin zum Abschied zu, bevor er sich mit Erich wieder nach draußen begab, um auf ihren Führer zu warten. Irgendwie konnte er den Jungen ja verstehen. Ein Leben als Monsterjäger mochte glorreicher und interessanter wirken als jenes auf dem Hof aber es war einfach zu gefährlich. So ließ er Karl einfach reden und schickte ihn schließlich weg, als er sie zu dem richtigen Ort geführt hatte.
Von nun an galt es aufmerksam zu sein. Sie wussten nicht, mit was sie es genau zu tun hatten, also mussten sie für alles vorbereitet sein. Friedrich konzentrierte sich also auf ihre Umgebung und nahm nach einiger Zeit die Gestalten wahr, die auch Erich entdeckt hatte. Während dieser sein Schwert zog, ging Friedrich ein Stück zurück. Es waren zwei Gestalten. Sie jagten allerdings ein einzelnes Monster. Nichts deutete darauf hin, dass es mehr waren.
"Wer da?" rief er also durch den Sumpf. Laut genug, dass die beiden Gestalten ihn gehört haben mussten aber leise genug, um nicht alles andere aufzuschrecken. "Tretet mit erhobenen Händen vor - ich habe meine Armbrust auf euch gerichtet." Während er geredet hatte, war wie automatisch seine Waffe in seine Hände gerutscht und ein Bolzen eingelegt worden. Jetzt wie wild um sich zu schießen, würde nicht hilfreich sein. Er hoffte einfach, dass diese Gestalten nicht auf Ärger aus waren. Wenn doch, konnten er und Erich sich allerdings wehren.

Finnegan O´Dougal

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Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #38 am: 06.03.2019, 04:15:58 »
Auch Finnegan bestätigte erneut seine Bereitschaft, den Halunken dingfest zu machen.
Allerdings nicht ohne vorher um etwas Wegzehrung zu bitten, für die er natürlich auch zu zahlen bereit war.
Frisches Essen war immer besser.
Dann ging es aber auch schon los mit der weiteren Jagd.
Als die Männer des Dorfes von Spukgestalten im Wald redeten, machte sich der Ine doch ein wenig Sorgen. Mit übernatürlichen Wesen kannte er sich zwar etwas aus, doch hier war nicht seine Heimat. Es waren wohl kaum welche, von denen er wußte, wie man sie besänftigte.
Aber trotzdem galt es, ein Maid zu retten und das Eigentum seiner Familie wieder zu erlangen.

Der Sumpf selbst machte Finnegan nicht zu viel aus. Seine hohen, festen Stiefel waren gut geschnürt und hielten Schmutz und Wasser Stand.
Als sie dann aber auf ihrem Weg angerufen wurden, bemerkte er die sich nähernden Männer erst.
Da es zwei waren, keiner blond und keine Frau dabei war, war wahrscheinlich keiner dieser Personen sein Ziel.
"Wie soll ich die Arme heben, wenn ich ein Pferd zu führen habe? Laßt eure Waffe sinken. Wir sind nicht hinter euch her.", rief er zurück.
An seinen Begleiter gewand murmelte er: "Laßt uns ruhig bleiben und sehen, was diese Beiden wollen. Wenn ihr mögt, haltet euch hinter mir, damit ihr im Notfall unbehelligt die Waffe ziehen könnt."
Unverdrossen und mit einem Lächeln näherte er sich weiter den Gestalten, die so plötzlich erschienen waren.
"Bringt mehr Whiskey und Weiber."

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #39 am: 06.03.2019, 20:21:51 »
Nein, Louis hatte Gerôme nicht lange überreden müssen: Der Musketier war Feuer und Flamme für die Rettungsaktion. Sie kam seinem Ansinnen entgegen, sich einen Namen zu machen, und nebenbei wäre er der Letzte gewesen, der gezögert hätte, einem weiblichen Wesen einen Dienst zu erweisen. Ganz abgesehen von der moralischen Verpflichtung als Fechter seines höchsten Landesherrn! Dementsprechend eifrig war er auch zunächst ausgeschritten, um zur Tat zu schreiten und der holden Maid zu Hilfe zu eilen. Je morastiger allerdings der Untergrund wurde, desto indignierter wurde sein Gesichtsausdruck. Nicht dass ihn einfacher Schlamm von der Vollbringung einer Heldentat hätte abhalten können – auch seine Stulpenstiefel waren hoch und wasserfest. Die schlürfenden Geräusche, die jeden Schritt von Männern und Pferden begleiteten, der typisch faulige Geruch einer Moorlandschaft und die an seinen Sohlen klebenden Dreckklumpen allerdings missfielen dem eleganten Kavalier sichtlich.

"Merde!" knurrte er unterdrückt. "Was für eine Dreckloch ist das 'ier?! Genau die rieschtige Aufent'alt für eine üble Verbrescher, der junge demoiselles entführt!" Er achtete peinlich darauf, wenigstens keinen Teil seiner Kleidung und Ausrüstung mit Ausnahme der Stiefel mit dem Schlamm in Berührung kommen zu lassen, brummte und schimpfte in einem fort leise vor sich hin. So kam es auch, dass er erst auf die Anwesenheit anderer aufmerksam wurde, als eine fremde Stimme ihn und seinen Begleiter zum Halten aufforderte. Er schreckte hoch und sah sich um. Kaum war sein Blick auf die drei Fremden gefallen – zwei beisammen und einer eher abseits – winkte er zu Finnegans Worten energisch ab. "Was, 'inter Eusch? Schutz suchen wie eine petite fille?! Complètement unmögliesch für eine Ehrenmann!" Womit er auch schon seinen Degen gezogen hatte, mitten auf dem Weg einen kunstvollen Ausfall vollführte, bei dem seine Klinge in der Luft eine Acht beschrieb, und rief: "Eine eschte Mann schießt niescht aus die 'inter'alt, er tritt seine Gegner ehrliesch entgegen und schaut in ihre Angesiescht! Kommt 'ervor, wenn ihr eusch traut und keine Schurken seid! Wir spreschen niescht mit Unbekannte, die ihre Gesiescht niescht zeigen!"

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #40 am: 07.03.2019, 07:01:43 »
Als Louis plötzlich so hervorspringt und mit seinem Degen in der Luft rumfuchtelt, schaut Erich etwas verwirrt zu Friedrich und fragt diesen leise "Verstehst du was der das faselt und vor allem was er da mit dem Zahnstocher vor hat? Bleib du mal hier und halte mir den Rücken frei, ich geh mal hin und kläre das."

Dann macht er ein paar Schritte auf den fremden zu und baut sich zu voller Größe auf und hält seinen Zweihänder vor sich "Hey du da! Was Glaubst du was du mit deinem Zahnstocher hier anrichten willst? Und wenn du nicht vor hast hier den Schlamm zu küssen, dann solltest du das Ding lieber weg stecken und den Weg frei machen. Ihr alle seht nicht so aus wie der mordenden Schrecken den wir suchen. Von daher lasst uns unseres Weges gehen, so wird Euch auch nichts passieren."

Jetzt wo Erich so nahe bei den fremden steht, können diese sehr gut erkennen das da ein über 2 Meter großer Mann vor Ihnen steht der in eine schwere schwarze Lederrüstung gekleidet ist die mit Nieten verstärkt ist und auf der Brust zwei kleine Wappen eingraviert sind. Diejenigen die sich mit dem Kämpfen auskennen, bemerken sofort das der Riese wohl recht gut weiß wie man mit dem Zweihänder umgeht, denn Erich hält ihn mühelos in den Händen und macht dabei jedoch immer einen kampfbereiten Eindruck. Unter den langen silbergrauen Haaren schauen zwei braune Augen hervor, wobei über dem linken Auge eine große lange Narbe zu sehen ist. Wer es schafft den Blick von dem bedrohlichen Zweihänder ab zu wenden, sieht das Erich nicht nur mit einem Zweihänder bewaffnet ist, sondern auch noch eine Pistole und ein Kurzschwert bei sich trägt.
« Letzte Änderung: 07.03.2019, 09:39:55 von Erich Janina Graustein »

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #41 am: 07.03.2019, 18:05:51 »
Beim Klang des nur all zu bekannten Akzents schloss sich Don Tristans Hand ein wenig fester um den Griff des Rapiers. Ein Montagnier. War man denn nicht mal mitten in der Wildnis der Eisenlande vor diesen verdammten arroganten, hinterhältigen Dienern des Möchtergern-Imperators sicher?
Als die beiden ungleichen Paare so völlig unerwartet zu beiden seiten erschienen hielt Don Tristan zunächst
an und machte sich zum Kampf bereit.  Erst als sich zeigte, dass er es nicht mit einen Hinterhalt zu tun hatte, da sich die beiden Paare hier offenbar  zum ersten mal begegneten, entschloss sich der Hidalgo abzuwarten.
Ein amüsiertes Grinsen erschien auf seinem Gesicht, als der hühnenhafte Eisenländer den montagnieschen Gecken zurechtstutzte. Kurz war er versucht dem Eisenländer zu erklären wie gefährlich so ein "Zahnstocher" in den Händen eines ausgebildeten Duellanten sein konnte, aber wenn er jetzt hier unerwartet aus den Büschen trat könnte der Mann mit der Armbrust das zum Anlass nehmen erst zu schießen und dann zu fragen.
Also wartete der junge Hidalgo gespannt, wie der Geck und sein Begleiter reagieren würden.
"und wenn es tatsächlich zum Kampf kommt? Wirst Du eingreifen? Auf welcher Seite? oder machst Du Dich heimlich in der Dunkelheit davon, schließlich ist dass hier nicht deine Angelegenheit. Oder?"

« Letzte Änderung: 07.03.2019, 18:07:50 von Don Tristan de la Verde »

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #42 am: 09.03.2019, 14:45:54 »
Die Brauen des Montaigners wanderten in die Höhe, als er Erichs Auftritt sah. Bei dem ungefragten Duzen und den beleidigenden Worten des Fremden allerdings kniff er die Augen zusammen und murmelte in Finnegans Richtung: "Wer ist diese unge'obelte Bauernlümmel? Eine 'iesige 'olzfäller? Oder eine 'aarlose Bär? Von die Manieren 'er beides wäre mögliesch. Und was soll diese ungeschlachte Eisenprügel in seine Pfoten?" Sich wieder nach vorn richtend zeigte er ein humorloses Grinsen und rief zurück: "...'eda, Bursche! Iesch war gerade dabei, dir meine Zahnstocher anzubieten. Aber wie iesch sehe, 'ast du bereits eine eigene dabei, die viel besser zu die Größe von deine Mundwerk passt!" Den Griff des Degens führte er kurz bis in Augenhöhe, um den Gegner – trotz dessen bäuerlichen Auftretens – zu grüßen, dann wischte die Klinge in einem raschen Viertelkreis zur Seite, wo sie schräg nach unten weisend verharrte. So wartete er in lässiger Pose ab, ohne allerdings den Armbrustschützen und den dritten Mann aus den Augen zu lassen, die einen möglichen Kampf sehr leicht ziemlich unfair werden lassen konnten.

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #43 am: 10.03.2019, 11:20:09 »
Erich schwingt den Zweihänder mit einer Hand und steckt ihn mit einer geübten Leichtigkeit zurück in die Schwertscheide auf seinem Rücken. "Los Friedrich, laß uns gehen. Wir haben einen Werwolf zu erlegen, und keine Zeit uns mit solchen Hofnarren zu beschäftigen", ruft Erich und dreht sich dabei zu Friedrich um, wobei sein Blick dann genau auf Tristan fällt. Erich bleibt also plötzlich in halber Drehung stehen und schaut den dritten Fremden direkt an "Und du? Wer bist du denn? gehörst du auch zu den zweien da drüben?"

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #44 am: 10.03.2019, 22:47:24 »
Erst als der eisenländer Hühne sich umdrehte erkannte Don Tristan das Wappen eines Drexel-Duellanten auf seiner Brust. Selbstverständlich gehörten die Abzeichen der anderen Duellantenakademien ebenso zum Lehrstoff der Torres-Akademie wie die Kenntnis der jeweiligen Philosophie und bevorzugten Waffe ihrer Schüler. "Also kann er mit dem Ding wohl wirklich gut umgehen. Fast Schade, dass er das Angebot des Montaigners nicht angenommen hat."
Trotzdem hatte es eine Zeit gegeben in der er diesen ungehobelten Bauern dafür gefordert hätte, ungefragt geduzt worden zu sein. Aber vier Jahre unter Vestenern, die ungeachtet von Stand oder Vertrautheit einfach jeden duzten hatte den stolzen Hidalgo diesbezüglich etwas Langmut gelehrt.
Er lies den Zügel seines Pferdes los und warf mit einer lässigen Geste den Vestenischen Mantel über die linke Schulter so dass das Abzeichen seiner eigenen Akademie, der silberen Rapier vor goldenem Umhang das er auf der linken Brust trug sichtbar wurde und lächelte trotz der beleidigenden Unterstellung etwas mit dem Montaigner gemein zu haben.
"Keines Wegs mein Herr!" antwortete er dann mit unüberhörbarem castillischen Akzent und mit leichter aber unüberhörbarer Betonung der Anrede. "Mein Name ist Don Tristan de la Verde aus dem schönen und kultivierten Land Castille.  Und ich vermute wir sind der gleichen Bestie auf der Spur. Jedenfalls komme ich von einer verwüsteten einzelnd stehenden Behausung in der Richtung", er deutet mit der linken in die Richtung aus der er gekommen ist, "und bin in der Hoffnung noch jemanden retten zu können bis hierher jener Blutspur gefolgt die ihr gerade so eifrig zertrampelt. wobei er mit der Spitze seines Rapiers auf die Blutspur zu Erichs Füßen deutete. "
« Letzte Änderung: 11.03.2019, 01:36:01 von Don Tristan de la Verde »

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