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Autor Thema: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf  (Gelesen 2394 mal)

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Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #75 am: 20.04.2019, 04:50:06 »
"Gut gemacht!" rief Friedrich, als das Biest durch die vielen Angriffe ins Schwanken kam und schließlich auf den Boden krachte und liegen blieb. Zur Sicherheit lud er seine Armbrust nach und schoss dem Werwolf einen Bolzen in den Kopf. Man konnte bei solchen Monstern nie sicher genug sein und da sowieso keine Rettung mehr möglich war, gab es dadurch auch nichts verloren. Er hatte in diesem Kampf nicht sehr viel helfen können und fühlte sich schlecht deswegen. Louis und Erich hatten schwere Wunden davontragen müssen. Doch vielleicht konnte er jetzt etwas mehr helfen. Nachdem er seinen Rucksack auf den Boden gelegt hatte, durchwühlte er diesen nach einigen Utensilien. Verbandzeug und Kräuter. Er war kein Heiler oder Arzt aber als ein Mann des Wissens und Kreuzritter, besaß er zumindest Grundkenntnisse in Erster Hilfe.
"Lasst mich eure Verletzungen grundlegend versorgen." bat er die beiden Kämpfer. Er nahm eine kleine Flasche mit hochprozentigen Alkohol und begann damit die tiefsten Wunden zu desinfizieren. "Wir dürfen keine Risiken eingehen. Ein solches Monster in dieser Umgebung... das schreit nach Infektionen." Während er dabei war, zumindest ein bisschen die Wunden zu versorgen, sah er sich nach dem Rest der Gruppe um. Finnegan hatte sich anscheinend um die Frau gekümmert, denn sie war wach und so weit bei Bewusstsein, dass sie sprechen konnte. Gut, es schien als wäre diese Monsterjagd im Großen und Ganzen ein Erfolg gewesen. Der Werwolf war erlegt und die holde Maid gerettet. Nun ging es nur noch darum, die Verletzten zu versorgen und in einem Stück zurückzukehren. Noch war ihre Aufgabe nicht beendet.

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #76 am: 20.04.2019, 21:25:38 »
Mit letzter Kraft hatte der Montaigner seinen Degen aus der tiefen Wunde in der Seite des Werwolf gezogen und war beiseite gewankt. Dann sank er zuerst auf ein Knie, ehe ihn die Kräfte verließen und er mit schmerzverzerrtem Gesicht auf die Seite kippte. Einige blutige Tropfen auf sein blütenweißes Hemd hustend krümmte er sich zusammen - vielleicht waren Rippen gebrochen. Es wäre kein Wunder angesichts der monströsen Gewalt, mit welcher das Monster auf ihn eingeprügelt hatte. "Iest der Bastard endliesch erlediegt..?" erkundigte er sich röchelnd. Dann besah er sich mit tränenden Augen sein Hemd und fluchte: "Merde! Die Biest 'at miesch übel zugerieschtet... so kann iesch miesch nirgends blicken lassen! Und wo kriege iesch 'ier eine neue 'emd 'er?!" Denn Stil war nun einmal für einen Musketier unerlässlich! Trotzdem er sich dabei auf die Lippen biss, versuchte er sich also aufzurichten. Vor der Geretteten am Boden liegend - welch unwürdige Haltung für den Triumph der Retter..!

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #77 am: 21.04.2019, 22:12:08 »
Für ERICH JANINA GRAUSTEIN:

Trotz des ersten Eindrucks hatte der Sieg über das Monster einen faden Beigeschmack für Erich, so, wie der Montaigner zugerichtet war. Es reichte aber nicht soweit, dass er ihm aufhalf oder Lob sprach. Friedrichs Hilfe wies er erstmal ab und zeigte auf den schwerer Verwundeten: "Ihn zuerst." Dann griff er mit einer Hand den Kopf des Werwolfs und legte ihn zurecht, während die andere an seinem Bihänder blieb. "Achtung!", warnte er kurz vor, trat zurück und schwang die Klinge mit großer Kraft. Sie sauste nieder und trennte den Kopf des Monstrums vom Rumpf. Dann sah er sich um und hockte sich ab, als er sah, dass soweit alle versorgt waren. Mit dem Wasserschlauch und einem Tuch reinigte er sein Schwert und wartete, bis der Kopf soweit ausgeblutet war, dass man ihn transportieren konnte. Wenn jemand jetzt seine Wunden versorgen wollte, ließ er es zu.

Finnegan O´Dougal

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Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #78 am: 22.04.2019, 04:46:57 »
Finnegan war froh, daß sich die Frau beruhigte und ihm schon erste Fragen, wenn auch stockend, beantworten konnte. Auch das die Bestie so schnell erledigt worden war, erleichterte ihn. Weniger erfreulich waren die schweren Wunden die zwei seiner Begleiter davon getragen hatten. Seine eigene war dagegen nur ein Kratzer, wie er nach einem kurzen Blick feststellte.
Während er die Frau in seinen Armen weiter tröstete und ihren Antworten lauschte, schaute er sich weiter aus seiner hockenden Position in dem gut eingerichteten Bereich um, der durch das Gitter vom schäbigen Stallteil der Höhle abgetrennt war.
Innerlich fluchte er, als die gefundene Jeanne erzählte, daß sein Ziel, der gemeine Dieb und Schurke, nicht mehr vor Ort war. Aber vielleicht hatte er das Kleinod ebenso wie das Mädchen ja auch hier gelassen. Er erhob sich mit der Montaignerin und machte sich daran aktiver zu suchen.
"Bringt mehr Whiskey und Weiber."

Erich Janina Graustein

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Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #79 am: 22.04.2019, 09:08:34 »
Es schien fast so wie als ob Erich erst jetzt die Frau und die andere Person wirklich wahr nahm, denn er hatte sich die ganze Zeit voll und ganz auf den Kampf konzentriert. Er schaute sich etwas fragend um und zeigte dann auf die beiden unbekannten "Wer sind eigentlich die zwei da? Geht es den beiden gut? Sind sie noch am Leben?", die letzte Frage galt dabei vor allem der Person die reglos am Boden lag.
« Letzte Änderung: 22.04.2019, 09:09:22 von Erich Janina Graustein »

Mondragor

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Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #80 am: 22.04.2019, 14:23:51 »
Finnegan musste nicht lange suchen, bevor er etwas Interessantes fand. Ein kleines Büchlein auf dem Sekretär zog die Aufmerksamkeit des Inen auf sich, und als er es öffnete, bot sich ihm der Anblick eines in akkurater Handschrift beschriebenen Tagebuches, auch wenn Datumsangaben fehlten. Eifrig blätterte Finnegan die Seiten durch und überflog die Einträge - an machen Stellen blieb sein Blick dabei länger hängen.

"Habe mich jetzt wieder soweit erholt, dass ich eine Feder halten kann. Ich weiß immer noch nicht, was für ein Monster das war, das mich beinahe auf dem Gewissen gehabt hätte, aber die Wunden heilen in einem sagenhaften Tempo. Klaus sieht Gespenster: Er ist immer noch der Meinung, das Biest hätte mich getötet. Der Idiot kann wohl nicht einmal ein schlagendes Herz von einem nicht schlagenden unterscheiden. Ich fühle mich auf jeden Fall großartig!"

(...)

"Klaus ist tot! Gestern abend haben wir noch die Beute aus dem letzten Diebeszug aufgeteilt, und heute morgen finde ich seine zerstückelte Leiche in unserem Unterschlupf. Es muss grauenhaft gewesen sein, irgendein riesiger Bär oder so etwas hat ihn beinahe in Stücke gerissen. Dass ich nicht auch draufgegangen bin, muss ein Wunder gewesen sein. Ich muss schlafgewandelt sein: Heute morgen bin ich nackt irgendwo im Sumpf aufgewacht und habe keine Ahnung, wie ich dahin gekommen bin."

(...)

"Ich glaube, ich bin ein Werwolf! Ich habe Nachforschungen angestellt, und das ist die einzige Erklärung für das, was in den vergangenen Vollmonden passiert ist.

DAS IST GROßARTIG!

Klaus wäre sicher anderer Meinung, aber etwas besseres hätte mir nicht passieren können! Wenn ich die Aufzeichnungen in der Bibliothek richtig verstanden habe, bin ich praktisch unsterblich. Das Problem ist nur, dass ich das Biest nicht kontrollieren kann. Und nicht ein- und ausschalten, wenn ich es brauche. Was hätte ich für Möglichkeiten ..."

(...)

Vielleicht finde ich die Antworten in Inismore. Es MUSS einen Weg geben, das Biest kontrolliert herauszulassen! Die Spielchen sind ja ganz lustig, zuletzt habe ich mich ganz in der Nähe von einem Dorf schlafen gelegt, als es soweit war. Die Bewohner müssen einen Heidenschrecken bekommen haben! Aber was bringt es mir, wenn ich nichts davon mitbekomme. Das Biest ist nicht einmal so clever, ein paar Raubstücke mitzubringen.

(...)

Meine Reise war ein voller Erfolg. Nicht nur kann ich das Biest jetzt zumindest nachts herausholen, wann immer ich will. Nein, ich habe auch gute Beute gemacht. Die Bewohner hier sind noch viel leichtgläubiger als zuhause - lassen ihre wertvollsten Stücke unbewacht, wenn sie einem Fremden Gastfreundschaft gewähren. Aber alles Gute hat ein Ende: Morgen werde ich ein Schiff zurück in die Eisenlande nehmen.

(...)

Habe mir ein neues Spiel ausgedacht: Ich entführe eine Jungfrau, sperre sie ein, kehre zurück als das Biest, und wenn sie vor Angst zusammengebrochen ist, verschwinde ich und komme zu ihr zurück. Sie geben sich mir IMMER hin, sie sind so berechenbar! Und es macht einfach mehr Spaß, als sie mit Gewalt zu nehmen.

(...)

Die Beute aus Inismore konnte ich in Naumburg zu Geld machen. Ich gehe jetzt noch einmal in den Sumpf zurück und breche meine Zelte dann dort ab. Mit meiner Macht steht mir jetzt die Welt offen, ich muss nur noch zugreifen!

« Letzte Änderung: 22.04.2019, 14:28:44 von Mondragor »

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #81 am: 24.04.2019, 11:59:24 »
"IIIIIAAARGH!", wie um Erichs Frage zu beantworten wachte das frischversorgte Bündel blutiger Lederkleidung, Fellkleidung und rotem Stoff mit einem gellendem Schmerzensschrei auf. Mit zitterndem Arm tastet die Frau nach ihrem Rücken und ihrem geschienten Bein. "Gospodi, moj Boze! Taaaip skaudaaa! gde...pustoy...bez chuvstva!"[1], flüsterte sie jammernd und unter Tränen, ein Gemisch aus Ussurisch und Sarmatisch, kaum verständlich für die, die nahe stehen.

Sie ignorierte Beruhigungsversuche und schien die anderen nicht wahrzunehmen. Stattdessen schloss sie die Augen und verfiel in ein leises, aber inbrünstiges Gebet auf Ussurisch mit östlichem Akzent: "Matuschka, khozyayka l'da i zemli - uslysh' svoyu doch' vernut' yey sily ona uvazhala tvoi zapovedi i budet prodolzhat' delat', kak vam skazali."[2] Dann packte sie, was von ihrem Kragen und ihrer Kapuze übrig war, und biss hinein. Ihr Zittern ging in ein Zucken und schließlich in Krämpfe über, die nach und nach ihren ganzen Körper - einschließlich der Beine - erfassten. Offensichtlich verstärkten sich ihre Schmerzen und sie unterdrückte ihre Schreie durch festeres Verbeißen ins Leder. Ihre Augen tränten, die frischangelegten Schienen und Verbände bewegten sich sichtlich und verrutschten.
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« Letzte Änderung: 24.04.2019, 12:03:30 von Jelena Sejm Petrasowna »

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #82 am: 24.04.2019, 14:14:22 »
Das Stechen in seinem Brustkorb ignorierend stemmte sich der Montaigner mühsam in die Höhe. Versuche, ihn zu verarzten, würde er zwar zunächst abwehren, sich aber schließlich mit verkniffenem Mund und Schweiß auf der Stirn fügen. Seine Schmerzen mussten beachtlich sein, dem bleichen Gesicht nach, doch verlor er kein weiteres Wort darüber. Lediglich das Ablegen seines Hemds begleitete er mit einigen Entschuldigungen in seiner Muttersprache, die wohl vor allem an die jungen Damen gerichtet waren, gleich ob sie sie hörten und verstanden oder nicht. Es war ihm sichtlich unangenehm, weiblichen Wesen seinen entblößten Oberkörper - schmal, sehnig und überraschend durchtrainiert, wenngleich mit einer glatten, wohlgepflegten Haut - zu zeigen. Um seine Verlegenheit zu überspielen, zog er ein kostbares Taschentuch hervor und tupfte sich das Blut von Lippen und Bart.

Erich Janina Graustein

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Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #83 am: 24.04.2019, 15:53:41 »
Erich erschrak im ersten Moment als das junge Mädchen plötzlich aufschrie, denn er dachte sie wäre zumindest Bewusstlos gewesen. Nachdem er jedoch bemerkte das es der Frau wohl scheinbar überhaupt nicht gut ging und das sie vermutlich große Schmerzen hatte blickte er zu Friedrich hinüber "Kannst du dem armen Ding helfen? Sie hat bestimmt große Schmerzen".

Danach schaute er die anderen an und fragte in die Runde "Versteht jemand was Sie sagt?"

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #84 am: 25.04.2019, 23:37:27 »
Don Tristan hatte eben die blutige Klinge seines Rapiers am zottigen Fell des Ungetüms saubergewischt als das
"Bündel" zu seiner Überraschung zum Leben erwachte. Der junge Arzt war sich sicher gewesen, dass es noch eine geraume Zeit dauern würde, ehe seine Patientin wieder zu Sinnen kam.
Überraschung wich Besorgnis als sich die junge Frau unsanft bewegte und promt vor Schmerzen schrie.
Als ehr sie erreichte registrierte sein Gehirn eher beiläufig, dass sie Usurisch sprach. Nicht gerade seine
stärkste Sprache, aber doch genug um in etwa zu verstehen was sie sagte. Nicht, dass nicht jeder einigermaßen einfühlsame Mensch auch ohne entsprechende Sprachkenntnisse erahnen konnte was sie sagte.
Der Krampfanfall erschreckte Tristan noch mehr. Soweit er wusste lösten Rückenverletzungen solche Anfälle nicht aus. Hatte er bei seiner hastigen Untersuchung etwa eine Kopfverletzung übersehen? Nein, er war sich sicher, dass da nichts gewesen war.
Mit einem unsanften "Macht Platz da! drängelte er sich an Erich vorbei und ging bei der Ussurerin in die Knie. Der Anfall war heftig, aber der Biss in das Leder der Kapuze lies vermuten, dass die Frau gewusst hatte was kommen würde. Litt sie etwa unter der Fallsucht, oder hatte sie selbst medizinische Kenntnisse? 
In jedem Fall blieb erst mal nichts übrig, als das Ende des Anfalls abzuwarten. Die Verbände würde er dann ohnehin neu anlegen müssen.
"Ussurisch. beantwortete Tristan knapp Erichs Frage "Irgentwas von Deus und von ihrer Mutter. Ich glaube nicht dass sie klar spricht."

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #85 am: 29.04.2019, 15:59:52 »
Mit einem Nicken wandte sich Friedrich von seinem Freund ab und begann damit, den anderen Schwerverletzten notdürftig zu verarzten. Dieser wehrte sich zwar zuerst aber da es offensichtlich war, dass er in seiner Verfassung unbehandelt nicht weit kommen würde, ließ er die Prozedur doch über sich ergehen. Seine Verletzungen mussten schmerzhaft sein. Dennoch verhielt er sich erstaunlich ruhig. So konnte Friedrich seiner Arbeit ganz in Ruhe nachgehen, bis sich die entführte und bisher bewusstlose Frau regte und etwas in ihrer Mutterspruche flüsterte. Mit einem "Verzeiht." entschuldigte er sich bei Louis - auch wenn das wahrscheinlich unnötig war - unterbrach die Behandlung und wandte sich dann ab.
Don Tristan war bereits zu der sich nun zuckenden und zitternden Frau hingeeilt und wachte über sie. Friedrichs Wissensschatz war hier bereits ausgeschöpft. Er vertraute also einfach darauf, dass es das Beste war, nichts zu tun und nur zu beobachten. So hatte er ohnehin mehr Zeit, sich auf die Worte zu konzentrieren, die sie sprach. "Ja." bestätigte er, als Tristan sagte, dass die Frau Ussurisch sprach. Mit ihren Worten konnte aber auch er nicht viel anfangen. Doch dann meinte er, zu erkennen, was hier geschah. "Sie betet." Bei den Schmerzen, die sie anscheinend verspürte, keine überraschende Reaktion. "Ihr seid sicher. Das Monster ist erlegt. Könnt ihr mich verstehen?" fragte er sie, nach einer Weile. Ein weiteres Mal wiederholte er seine Worte auf Ussurisch, was zwar ziemlich eingerostet, weil selten benutzt aber dennoch verständlich sein sollte.

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #86 am: 29.04.2019, 20:35:03 »
Mit noch immer reichlich verkniffenem Gesicht winkte der Montaigner bei Friedrichs Entschuldigung ab: "De rien. La demoiselle geht selbstverständliesch vor." Mit einem gequälten Keuchen bewegte er seinen rechten Arm langsam kreisend - die Rechte war seine Hand zum Fechten! Sein Aufseufzen klang erleichtert, als er feststellte, dass der Schmerz im Brustkorb davon nicht schlimmer wurde. "Wurde sie ebenfalls von die Schurke entführt?" erkundigte er sich danach mit einem Blick auf die Fremde, ehe dieser zu dem toten Monstrum weiterwanderte. Kopfschüttelnd besah er sich das Wesen noch einmal, dem sie mit einer guten Portion Glück und vereinten Kräften gerade so hatten Herr werden können.

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #87 am: 29.04.2019, 23:29:52 »
Das ussurische Wort "Matruschka", Mütterchen weckte eine halbvergessene Erinnerung in Don Tristan. Während seiner Studien hat er davon gelesen, dass es in Ussuria Menschen geben soll, die ein Sorte Magie beherschen, die es ihnen erlaubt sich schneller von Wunden zu erhohlen als gewöhnliche Menschen, ja sogar von schweren Wunden, die einen normalen Menschen verkrüppeln oder sogar töten würden.
Das war dem jungen Hidalgo damals unwahrscheinlich erschienen. Andererseits: Wenn die Sorte Strege in Vodace Kraft ihrer Magie die Zukunft vorhersagen konnten war es nicht ausgeschlossen, das an Ragnarsons Bericht etwas drann war. Ragnarson hatte berichtet, dass die Ussurer glaubten ihre Magie von einer Wesenheit die sie als Matruschka oder Mütterchen bezeichneten erhalten zu haben. Der Vendeler hatte dass als Aberglaube abgetan. Aber was so eben vor Tristans Augen geschehen war machte deutlich, dass zumindest der Teil über die wundersame Heilung war war. Denn selbst wenn sie einen Anfall der Fallsucht gehabt hätte, mit der Rückenverletzung hätten ihre Beine nicht betroffen sein dürfen. Der junge Arzt zermarterte sich das Hirn. Wie hatte Ragnarson diese ussurischen Begabten genannt?
Dar Matruschka. Das wars. Aber ehe er damit herausplatze viel Tristan wieder die Einstellung der meisten Eisenländer zu Magie insbesondere fremder Magie ein. "Besser sie entscheidet selbst, was sie preisgeben will. entschied er.
"Wohl eher von dem Werwolf." antwortete er auf Louis Frage. "warscheinlich war es ihr Haus, das ich verwüstet vorfand und die Spur ihres Blutes, der wir bis hierher gefolgt sind. Auf jedenfall kann sie sich sehr glücklich schätzen und Deus danken, dass sie noch am Leben ist."
Dabei hielt er sich bereit der Ussurerin aufzuhelfen. Wenn er richtig lag, würde sie dazu in der Lage sein, wenn ihre Magie ihr Werk getan hatte und die Krämpfe nachliesen. Nebenbei registrierte er, dass die Wunden des montangier Gecken nicht lebensbedrohlich waren. "Das kann warten."
« Letzte Änderung: 29.04.2019, 23:35:07 von Don Tristan de la Verde »

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #88 am: 30.04.2019, 23:52:23 »
Lange hielt der heftige Anfall der jungen Frau nicht an. Zum Schluss zog sie sich einmal in Embrionalhaltung zusammen, dann entspannte sie ihren Kiefer und seufzte erleichtert. Sie bejahte Friedrichs Frage mit einem Nicken, öffnete die Augen und streckte sich, wobei ihr Körper Bewegungen machte, als wäre er völlig unverletzt und trainiert. Sie hob ihren Kopf und blickte mit ihren schmalen Augen und einem nachdenklichen Gesichtsausdruck umher. Auf dem abgetrennten Kopf des Monstrums und dem schwerverletzten reichen Louis blieben ihre Blicke länger hängen mit nur leichter Abscheu beziehungsweise Eindruck und Mitleid. 

Als Don Tristan ihr seine Hilfe beim Aufstehen anbot, lächelte sie dankbar und nahm an. Mitten in der Bewegung brach sie aber ab und entzog sich seinem Griff. Stattdessen kniete sie sich hin und versuchte, die verbliebenen Reste ihrer Kleidung und die Verbände anzuordnen und festzuhalten. Ziel war offensichtlich, die Unschicklichkeit ihres Aussehens zu vermindern. Mit kurzen Bewegungen nutzte sie ein wenig Sand, um Dreck, Tränen und Blut wegzuwischen, als wäre es nicht ihr eigenes. Allgemeinverständlich, wenn auch mit hörbarem östlichen Akzent, begann sie zu sprechen: "Danke! Bitte, was ist geschehen?"

Erich Janina Graustein

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Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #89 am: 01.05.2019, 11:28:44 »
"Wenn ich das richtig sehe wurdest du das Opfer von einem schrecklichen Monster. Zum Glück sind wir wohl gerade noch rechtzeitig gekommen, und konnten das Vieh erledigen", meint Erich zu der fremden jungen Frau und stupst dabei mit dem Fuß leicht gegen den abgetrennten Kopf des Werwolf.

"Ich bin übrigens Erich Janina Graustein", sagte Erich dann noch freundlich und streckte seine Hand zum Gruß aus und stellte dann ebenfalls kurz seine Begleiter vor.

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