Autor Thema: Kapitel 1: Martoks Preis  (Gelesen 317 mal)

Beschreibung: Wie kann der Fluch gebrochen werden?

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Brynja

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Kapitel 1: Martoks Preis
« Antwort #15 am: 29.04.2019, 18:25:28 »
Die Nordfrau hat sich mit Worten bislang zurückgehalten. Ausgerechnet an einen Hexer sind sie geraten. Ihr war schon Kallian nicht geheuer gewesen, aber dieser Kerl schlägt dem Fass den Boden aus. Verächtlich zischt sie leise auf. Sie hätte gute Lust, ihm ein paar zu langen. Aber das würde ihre Lage nur verschlimmern. Solange sie etwas von ihm wollen, müssen sie wohl oder übel mitspielen.

"Wir haben eine Abmachung. Aber ich spiele nicht deinen Hund, Hexer. Verstümmle deine Dirnen ruhig selbst. Ich suche mir eine aufrechte Arbeit wenn es erforderlich ist. Wir sind hier fertig." Gibt sie auf diesen 'Vorschlag' bissig zurück und wirft Seth einen missmutigen Blick zu. Bevor er sich noch lächerlich macht, sollten sie lieber gehen. Die Götzen irgendwelcher Irren zu stehlen wird ihr keine Bauchschmerzen bereiten. Aber sie wird sicher nicht mehr für ihren Gegenüber tun als unbedingt nötig.   

Einar

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Kapitel 1: Martoks Preis
« Antwort #16 am: 07.05.2019, 07:40:34 »
„Nein, ich denke wir haben genug Ihrer kostbaren Zeit gestohlen. Wir werden uns gut vorbereiten und dann so bald wie möglich liefern. Vielen Dank für das Angebot, die angenehme Unterhaltung und das grosszügige Geschäft.“ beendet Seth das Gespräch und macht sich daran den Rest der Gruppe aus Yarimans Haus zu bringen. Am besten noch bevor ihn jemand richtig verärgern kann.
Den Auftrag mit dem Finger hätte er selbst gerne angenommen, aber da die anderen damit nicht einverstanden sind, müssen sie wohl auf anderem Wege zu Geld kommen. Zumindest weiss er sich in solchen Dingen zu helfen.

Cerebro

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Kapitel 1: Martoks Preis
« Antwort #17 am: 07.05.2019, 08:59:45 »
"Gut, sucht mich hier wieder auf, wenn ihr erfolgreich wart. Nichts drängt zu hitzköpfiger Hast, aber bedenkt auch, dass euch nicht ewig Zeit bleibt. Und jetzt fort mit euch..."[1]

Yariman wedelt mit Hand und weist sie damit zur Tür. Seth und die anderen verlassen den düsteren Raum und gelangen über das wesentlich ansehnlichere Besprechungszimmer davor schließlich nach draußen. Die Türwache weist sie zu den anderen beiden Wachmännern am Zugang der Gasse. "Die Jungs vorne haben eure Waffen..."

Der Gruppe steht es nun frei, zu tun und zu lassen was ihnen beliebt. Auf dem Weg aus der Gasse erhalten sie anstandslos ihre Waffen zurück und befinden sich damit inmitten des Großen Marktes. Es ist Nachmittag und noch hell, doch in wenigen Stunden wird sich die Sonne langsam zurückziehen...
 1. Nur zur allgemeinen Info: Ihr habt definitiv ein fixes "Verfallsdatum". (Wer ingame gut aufgepasst hat, weiß sogar, wann genau dieser Punkt erreicht ist.) Wenn ihr bis dahin den Fluch nicht gebrochen (oder Möglichkeiten zum weiteren Aufschub gefunden) habt, heißt es: Game Over.
« Letzte Änderung: 07.05.2019, 16:00:58 von Cerebro »

Amani

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Kapitel 1: Martoks Preis
« Antwort #18 am: 13.05.2019, 20:43:53 »
Ein wenig geplättet stehe Amani auf dem Markt, das Haus des vermeintlichen Hexer in seinem Rücken. Sie ist froh ein wenig Sonne auf ihrem Gesicht zu spüren. Der Händler was ihr mehr als unheimlich, doch auf das Brandmal an ihrem Arm erinntert sie daran, dass sie wohl keine Wahl haben. Obwohl die Sonne auf ihr Gesicht scheint hat sie eine Gänsehaut über ihren ganzen Körper.

"Wir sollten uns wohl zuerst etwas ausruhen. Ich habe das Gefühl ich spüre die Wüste noch in meinen Knochen. Wenn wir in den Auftrag ausführen müssen wir bei vollen Kräften sein. Also sollten wir uns wohl ein paar Tage ausruhen und dann etwas Geld verdienen, um das Nötigste kaufen zu können.", sie zieht die anderen etwas vom Markt runter. Sie will hier nicht mittem auf dem Platz stehen und über ihre Pläne reden.

"Einfache Aufgaben wie uns die Umgebung anschauen können wir wohl schon heute und die nächsten Tage machen. Vielleicht machen wir einfach einen kleinen Umweg zu unserem Schlafplatz?"

Einar

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Kapitel 1: Martoks Preis
« Antwort #19 am: 14.05.2019, 09:54:48 »
„Ja, wieso auch nicht.“ stimmt Seth der Idee zu. In der Stadt lässt sich sicher schnell genug Arbeit finden, aber sie müssen sich tatsächlich zuerst gut erholen. Ihr Unterfangen wird schon bei vollen Kräften schwer genug, angeschlagen dürfte es einfach nur Selbstmord sein.

Sofern keine Einwände von anderen kommen, wird Seth die Gruppe zum Adelsdistrikt führen, in der Hoffnung dort überhaupt reingelassen zu werden. Unterwegs sucht er bereits nach Möglichkeiten sich einfach und unauffällig zu bereichern - er möchte dabei lieber auf Nummer sicher gehen, der grosse Coup steht ihnen ja sowieso noch bevor.

Askwin

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Kapitel 1: Martoks Preis
« Antwort #20 am: 14.05.2019, 10:46:48 »
Da Askwin nichts einzuwenden hat, folgt er den anderen mehr schlurfend als wirklich gehend. Dieser lässt auch ihm noch einen Schauer über den Rücken laufen und der Gedanke nun auf ihn angewiesen zu sein ist nicht gerade erfreulich. Auch wenn er immer noch nicht wirklich an den Fluch glaubt, ist ihm die Geschichte zumindest soweit nicht geheuer, dass er zumindest um eine Auflösung bemüht ist. Etwas Aberglaube hat er ja schon in sich und vom Unglück verfolgt werden, ist für ihn kein erstrebenswerter Gedanke. Außerdem muss er sich immer wieder eingestehen ohne Seth und Amani hier vollkommen verloren zu sein.

Auf dem Weg durch die Stadt lässt er die Augen und Ohren offen. Eine Arbeit ist hier schnell gefunden aber die Gelegenheit muss sich dafür auch ergeben. Blind durch die Straßen zu laufen, nur weil auch sein Körper immer noch mehr als erschöpft ist, war mehr dumm. Das Seth auch die Gelegenheit des durch die Stadt wandern nicht verstreichen lasen wollte, ahnt er dabei nicht.

Cerebro

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Kapitel 1: Martoks Preis
« Antwort #21 am: 14.05.2019, 11:13:29 »
Auf dem Weg durch die Stadt hätte Seth durchaus die Möglichkeit, hier und da lange Finger zu machen. An vollen Ständen ungesehen eine Kleinigkeit einstecken oder bei vorbeiziehenden Passanten den am Gürtel hängenden Beutel abschneiden ist für einen fingerfertigen Dieb immer verlockend, allerdings auch mit Risiken verbunden. Diebstahl ist in großen Städten fast immer ein nicht zu bändigendes Problem und daher in der Regel mit drakonischen Srafen verbunden. Die Abschreckung hält sich zwar trotzdem meist in Grenzen, doch wer seine Hand abgehackt bekommt, klaut - so der Gedanke dahinter - zumindest kein zweites Mal.[1]

Nach ihrem kurzen Ausfall bei Yariman bleibt Brynja eher mürrisch grübelnd still und folgt den anderen auf ihrem Weg.[2]
 1. Wenn du dein Glück versuchen willst, sag mir, auf was du es gezielt abgesehen hast (Geld oder bestimmte Waren) und wie deine Risikobereitschaft aussieht. Höheres Risiko bedeutet größeres Potenzial auf wertvolles Zeug bzw. mehr Geld. Hau außerdem noch einen Wits-Check drauf, um zu bestimmen, inwiefern Seth auf eine besonders gute Gelegenheit aufmerksam wird.
 2. Bevor ich euch irgendwo ankommen lasse, muss ich wissen, ob Seth auf Diebeszug geht und ob sich daraus eine Änderung der Lage ergibt. Sobald das geklärt ist, gehts von meiner Seite aus weiter. (Grundsätzlich könnt ihr gerne pro-aktiv würfeln, um solche Stopps zu minimieren. Wenn dabei etwas falsch läuft oder verändert/ergänzt werden muss, gebe ich euch entsprechend Bescheid.

Cerebro

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Kapitel 1: Martoks Preis
« Antwort #22 am: 14.05.2019, 17:42:23 »
Auf ihrem Weg zum Adelsviertel hält Seth die Augen offen und kann es sich trotz geringer Risikobereitschaft nicht verkneifen, eine allzu offensichtlich getragene Geldbörse abzuschneiden. Er geht dabei so geschickt zu Werke, dass es selbst seine Kameraden nur schwer mitbekommen können, obgleich sie ihn auf Schritt und Tritt begleiten.[1] Auch der Leidtragende selbst bemerkt sein Pech nicht, ebenso wenig wie mögliche Wachen oder aufmerksame Zuschauer, die die Gruppe passiert. Der erfolgreiche Dieb angelt sich einen kleinen Stoffsack, der leise in seiner Hand klimpert, bevor er in der nächsten Sekunde unter seiner Kleidung verschwindet.[2]

Schließlich erreichen sie das Tor zum Adelsviertel. Es ist ein großer Bogen mit geöffneten, nach innen schwingenden Torflügeln, eingerahmt von einer vier bis fünf Meter hohen Mauer aus Sandstein und gehärtetem Lehm. Die Struktur rund um den Torbogen ist, genau wie die Mauer selbst, oben mit Mauerzacken versehen und begehbar. Links und rechts neben dem Tor hängen schwere Metallschüsseln an Ketten herunter, in denen trotz heller Sonne ein Feuer lodert. Mehrere Wachen verteilen sich rund um den Durchgang und beäugen kritisch das Kommen und Gehen. Direkt am Tor flankieren zwei die Seiten, während zwei weitere mit Bögen zwischen den oberen Mauerzacken stehen und leicht gelangweilt auf das Treiben weiter unten blicken.

Die Gruppe kann sehen, dass nicht alle Passanten angehalten werden, die hinein wollen - jene mit feiner Kleidung gehen oft ungehindert. Anderen nickt man wissend zu und wieder andere werden angesprochen - manche sogar davongeschickt. Nach einer Weile sieht der wachsame Beobachter sogar ein paar Münzen den Besitzer wechseln, bevor man dem "edlen Spender" Zugang gewährt. Darüber hinaus ist nicht nur Fußvolk unterwegs, sondern auch der eine oder andere Karren, der hinein oder hinaus rollt...
 1. Wer es versuchen möchte, kann mit +2 Bonus auf Wits (Wahrnehmung) würfeln. Die Erfolgsschwelle ist Seths Ergebnis, also 11.
 2. Wenn Seth den Beutel später inspiziert, findet er 10 Silbermünzen und 5 Kupferstücke.
« Letzte Änderung: 14.05.2019, 17:54:41 von Cerebro »

Brynja

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Kapitel 1: Martoks Preis
« Antwort #23 am: 17.05.2019, 13:22:55 »
Brynja bemerkt nichts von dem diebischen Treiben ihres Gefährten. Es wäre ihr ohnehin gleich gewesen, solange er nicht auf die Idee käme ihre eigenen Leute zu bestehlen. Gedanklich hält sie immer noch das Treffen mit diesem verfluchten Zauberer beschäftigt. Von höheren Mächten gebeutelt zu werden, womit hat sie das verdient? Sie kann nur hoffen, dass ihre Saga dadurch am Ende umso ungewöhnlicher und bedeutsamer ausfällt.

Am Tor zum Adelsviertel angekommen beobachtet sie mit verengten Augen das Treiben und kann feststellen, dass ein Hineinkommen alles Andere als unmöglich ist - bestenfalls schwierig in ihrer gegenwärtigen Situation.

"Was jetzt? Nehmen wir dafür Geld in die Hand? "

Die Nordfrau ist noch nicht ganz überzeugt, andererseits haben sie wohl keine andere Wahl. Von ihnen ist niemand fein genug gekleidet, geschweige denn von Rang und Namen in dieser Gegend.