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Autor Thema: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen  (Gelesen 3298 mal)

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Sé Faoláin

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #240 am: Heute um 12:44:48 »
Behutsam legte Sé ihre Hand auf Jykels Schulter. Es war offensichtlich, dass Jykel mit sich haderte und sie würden bestimmt ein Gespräch suchen, doch im Moment galt es weiterzuziehen. Die Gruppe schien bereit, nur der in sich gekehrte Zwerg rührte sich nicht. Die zarte Druidin lächelte ihn an. "Es ist Zeit. Wir holen den Kleinen und suchen einen sicheren Ort für den Rest der Nacht. Komm."

Was sollten sie mit dem Kind anfangen? Er brauchte Hilfe. Sollten sie zurückkehren in die Stadt? Vielleicht war das Mädchen wieder bei Sinnen? Die Fragen galt es gemeinsam mit den anderen zu klären. Mit der Prophezeihung konnte Sé alleine nichts anfangen. Vielleicht war Niyall etwas eingefallen?

Die junge Frau bedauerte, dass sie nachts so schlecht sehen konnte und versuchte möglichst leise mitzuhalten.

Yazrin

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #241 am: Heute um 14:53:37 »
Die Ehrlichkeit der Elfe schien den Soldaten zu beruhigen und das gelbe Leuchten verblasste langsam aus seinen Augen und ließ sie in ihrem natürlichen Orange zurück.

"Wie weit nördlich von hier, habt ihr die drei Menschen angetroffen?" fragte er aus Wissbegierde. Vielleicht waren dort Hinweise zu finden, was hier geschehen war. "Und was ist mit den Leichen geschehen?" Auch weitere Fragen über die Entfernung zum Dorf vom Kampfplatz, das Geschlecht, das Alter und die Ausrüstung stellte Yazrin der immer noch gebundenen Elfe.

Sè`s Versuche die Elfe von der Sinnhaftigkeit einer Zusammenarbeit zu überzeugen, mit Zustimmung betrachtend, verzog Yazrin aber keine Miene die dies ausdrücken könnte. Doch Niyalls Vorschlag ließ ihn überrascht den Kopf heben und mit Erstaunen die Spurensucherin betrachten. Die Gefangene hatte gerade mehrfach ausgedrückt, dass sie ihnen ans Leben wollte. Egal was sie zu sagen hatte, die Vorgaben ihrer Ahnen duldeten keinen Spielraum und verlangten ihrer aller Tod. Und sie würden ihr wieder begegnen wenn sie sie nun frei ließen, daran bestand kein Zweifel.

“Haltet ihr das für klug?“

Nicht das er selbst erpicht darauf war hier jemanden zu richten, doch ihr noch einmal in einem Hinterhalt zu begegnen schmeckte ihm ebensowenig.

Brogar Tunnelheim

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #242 am: Heute um 15:13:23 »
Ohne sich von den übrigen Ereignissen in seiner näheren Umgebung stören zu lassen, sah der Runenschmied unbewegten Gesichts auf Jykel herunter. Dann hob er seine Klinge und sagte: "Jykel, Sohn von Dor-Kel, Sohn von Dorin Eisenschmied, die Ahnen haben deine Worte gehört. Sie sind Zeuge deines Schwurs und Richter deiner Ehre. Auf deinen weiteren Wegen soll dich dein Wort leiten!" Damit senkte er den Stahl in die Haut und ritzte dem Zwerg eine blutige Rune in die Stirn. Als er zurücktrat, den Ritualhammer über Jykel hebend, prangte das zwergische Symbol für "Pflicht" blutrot über dessen Augen, kleine Rinnsale des Lebenssafts sickerten allmählich herab. "Ich, Brogar, Sohn des Gothred, Sohn des Boern aus dem Hause Tunnelheim, Hüter der Traditionen nach altem Brauch, rufe Moradins Auge und die niemals versiegende Kraft Seines Willens auf diesen Krieger nieder, auf dass er seinen Schwur halte!" intonierte er mit tiefer Stimme, ehe er einen Schritt zurücktrat und langsam den Hammer wieder an seinem Gürtel befestigte. Nachdem er Jykel nochmals die Hand schwer auf die Schulter gelegt und ihm ernst zugenickt hatte, wandte er sich wieder den anderen zu.

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