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Autor Thema: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen  (Gelesen 1428 mal)

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Idunivor

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #120 am: 15.07.2019, 19:55:14 »
Da die Truppe ansonsten eher Jykels Meinung war, gab Brogar kleinbei und keiner von ihnen blieb am Eingang zurück. Stattdessen begaben sie sich alle gemeinsam in die Dunkelheit, die Warnung der Druiden ignorierend. Die Höhle war eng und verwinkelt, so viel konnten sie sehr schnell erkennen. Es war recht anstrengend sich zwischen dem Fels hindurch zu zwängen, aber sie kämpften sich tapfer und zielgerichtet durch die Dunkelheit. Nach einigen Meter öffnete sich dann dieser Tunnel zu einer kleinen Kaverne. Einige krude Möbelstücke standen hier, offensichtlich gefertigt aus dem Holz des Haines und zusammengebunden mit einfachen Seilen. Es schien eine Art Aufenthaltsraum zu sein, denn in der Mitte fand sich eine erkaltete Feuerstelle. Einen vernünftigen Rauchabzug gab es aber wohl nicht, denn auch wenn hier länger kein Feuer gebrannt hatte, hing der Geruch noch immer in der Luft. Zwei nicht ganz so schmale Tunnel führten aus der Höhle hinaus. Einer war leicht abschüssig und ging weiter nach unten, der andere ging nach oben.[1]
 1. Alle Zwerge dürfen einmal einen Stonecunning-Check machen.
The only ones who should kill are those prepared to be killed.

Brogar Tunnelheim

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #121 am: 20.07.2019, 11:52:01 »
Brogar hatte nur die Brauen hochgezogen. "Überwältigt, also überrascht? Bei diesen Geländebedingungen?! Derjenige müsste ein ausgemachter Narr sein!" Da jedoch auch sonst niemand die taktische Lage so nüchtern zu beurteilen schien, wie es einem Wissenschaftler zukam, gab er schließlich nach und folgte dem Rest mit verschlossenen Zügen, sich seine eigenen Gedanken machend. Er schien beleidigt – soweit man das bei dem bärtigen, wie aus Stein gemeißelten Gesicht beurteilen konnte. Erst im Inneren der Höhlung entflammte offenbar der zwergische Instinkt in ihm: Er ignorierte die Einrichtung und ging stattdessen dicht an die Wandung heran, schnupperte daran, ließ seine schwielige Hand darüber gleiten, ebenso wie einen langen, eingehenden Blick. Er kratzte einige kleine, zerbröselnde Brocken Erde ab, zerrieb sie zwischen den Fingern und klopfte dann ein paar Male vorsichtig mit dem Knöchel gegen die Wand. "Dieser Stein ist barukh desht – nicht natürlich gewachsen" erklärte er schließlich. "Hier, und hier: bearbeitet! Ein altes Gebäude, vermutlich zusammengebrochen. Die Höhlung muss sich durch einen Zufall oder durch Zauberei gebildet haben... mmhhh", brummte er nachdenklich, "sehr seltsam. Auf jeden Fall war dies einmal ein künstliches Bauwerk. Wahrscheinlich ist es schon lange Zeit verschüttet."

Yazrin

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #122 am: 21.07.2019, 10:02:15 »
Damit kämpfend seinen Zweihänder durch die engen Tunnel zu bekommen, ließ Yazrin es sich aber denoch nicht nehmen und führte den kleinen Trupp vorerst an. Inne hielt er erst als sie gemeinsam den kleinen Aufenthaltsraum betraten. Wachsam durchquerte der große, schlanke Tiefling die kleine Kaverne und spähte mit seinen Teufelsaugen in die Dunkelheit der beiden abzweigenden Gänge.[1] Als er nichts Gefährliches erblickte, wandte er sich den anderen zu und lauschte als Brogar die - für Yazrin - erstaunliche Einsicht hatte, dass es sich hier scheinbar um ein verschüttetes Haus oder dergleichen handelte.

"Wollen wir zuerst das oben erkunden?" stellte der Krieger die Frage heiser in den Raum. Oben. Das war begrenzt. Wahrscheinlich schnell erforscht und gesichert. Dann konnten sie nach unten vorstoßen und erfahren vor was die Druiden mit ihrem Zeichen gewarnt hatten.
 1. Perception: 9

Niyall

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #123 am: 21.07.2019, 13:57:28 »
"Das erscheint mir sinnvoll," stimmte Niyall zu.

Hier in den Höhlen würden die Instinkte ihrer zwergischen Begleiter ihnen sicherlich weiterhelfen. Mit ihrer eigenen Spurenlesekunst hingegen würde sie auf dem Felsboden nicht allzuviel herausfinden können. Daher hielt die Waldelfin sich auch eher im Hintergrund und hielt vor allem Augen und Ohren offen, um nach möglichen Gefahren zu lauschen. Ob die Warnung der Druiden nur zur Abschreckung dienen sollte, oder ob es hier unten wirklich etwas gab, was in der Tiefe und in der Dunkelheit lauerte, das würden sie vielleicht bald herausfinden.

Niyall rief sich nocheinmal das Gespräch mit den Elfen in der Nähe des Gehöfts ins Gedächtnis. Vielleicht würden sie in den Höhlen etwas mehr darüber erfahren, was hier vor sich ging. Vielleicht würden sie aber auch genau das tun, wovor die Elfen sie gewarnt hatten.

Oldor

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #124 am: Heute um 07:09:22 »
Oldors Fähigkeiten schienen ein wenig eingerostet zu sein. Diese Haus muss schon etliche Jahrzehnte hier stehen. Und wie ist es möglich, dass der Dachstuhl das Gewicht der Erdmassen hat so lange tragen können? Das Holz dürfe eigentlich gar nicht mehr existieren. Wir sollten uns als erstes einmal oben umsehen. Vielleicht finden wir dort eine Antwort. Wir sollten aber auch die Warnung der Elfen und Druiden nicht vergessen. Jemand von uns sollte hierbleiben um uns den Rücken frei zu halten. Wenn ihr mögt, kann ich diese Aufgabe übernehmen. Oldor zog seinen Bogen und ging einige Schritte in Richtung des Weges, welcher sich abschüssig in der Dunkelheit verlor. Er kniff die Augen zusammen und spähte in die Dunkelheit hinein. Jederzeit bereit, einen seiner Pfeile demjenigen entgegen zu schicken, der es wagen sollte sie anzugreifen.
« Letzte Änderung: Heute um 07:12:20 von Oldor »

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