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Autor Thema: Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen  (Gelesen 3621 mal)

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Jykel

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #90 am: 22.06.2019, 20:12:22 »
"Wir werden im Dunkeln sowieso Schwierigkeiten haben, den Spuren weiter zu folgen. Wir sollten rasten, und die Zeit nutzen, um ihr eine ehrenvolle Beerdigung angedeien zu lassen." stimmte Jykel dem anderen Zwerg zu. Die Art und Weise sollte jedoch dem Glauben der Menschen entsprechen, dafür würde er sich aussprechen. Schließlich wollte auch er einmal nach zwergischem Brauch seine letzte Ruhe finden, auch wenn er mit so manchen der alten Denkweisen seine Schwierigkeiten hatte - was ihm letztlich auch in der Mine zum Verhängnis geworden war.

Oldor

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #91 am: 23.06.2019, 00:48:51 »
Oldor nickte Brogar zu. Sie gehört nicht zu unserer Rasse, dass stimmt. Der große Schmied hat uns zwar geschaffen, aber er war schon immer offen für alle Rassen und Klassen. Lasst uns eine letzte Ruhestätte für sie Anlagen, bevor die Sonne vollständig der Nacht den Vorzug lässt. mit diesen Worten fing Oldor an, eine geeignete Stelle für das Grab der Frau zu suchen und wurde auch ziemlich schnell fündig. Lasst sie uns ein wenig abseits des Weges beisetzen. Wir müssen sie etwas tiefer vergraben, da sonst die Gefahr relativ hoch ist, dass die wilden Tieresie wieder ausbudd3ln.

Yazrin

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #92 am: 23.06.2019, 09:57:24 »
Den Zwergen dabei zusehend, wie sie sich um die Leiche kümmerten, setzte sich Yazrin etwas abseits hin und warf sich die kleine Beere, die er heute morgen von Sè erhalten hatte, ein.[1] Gründlich kauend, versuchte er den Geschmack einzuordnen - vergeblich. Was diese Leiche so anders machte, als jene die sie bereits im Gehöft gefunden hatte, ging ihm zwar nicht ein, aber durch dieses Verhalten seiner Mitreisenden war wenigstens geklärt wo das Lager für diesen Tag stehen würde.

Schließlich erhob er sich wieder und half pflichtbewusst dabei ein Grab für die Tote auszuheben und fiel an passender Stelle in die Worte des Abschieds ein.

Hoffentlich hatten Sè und Niyall in der Zwischenzeit einen passenden Ort für das Nachtlager ausgekundschaftet.

"Wer übernimmt welche Wache?" ertönte es so bekannt kratzig nach der Beerdigung aus der Kehle des Soldaten.
 1. Damit genug für diesen Tag gegessen und einen HP dazu bekommen.

Niyall

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #93 am: 23.06.2019, 14:23:37 »
Niyall schüttelte nur den Kopf. "Was soll das alles? Warum führt man sie den ganzen Weg hierher, nur um sie dann hier herunterzuwerfen und zu töten. Das ergibt doch keinen Sinn? War sie vielleicht diejenige, die das Kind getragen hat? Wollten sie nur da Kind?"

Falls dem so war, mussten hier ja Spuren von dem Kind sein. Daher suchte Niyall die Gegend nach selbigen ab[1], während sich die anderen darum kümmerten, den Körper zu bergen.
 1. Survival 16

Niyall

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #94 am: 23.06.2019, 16:31:39 »
Niyall kam nach einer Weile wieder zurück und erklärte, was sie herausfinden konnte.

"Die Spuren des Kindes konnte ich nicht finden. Hier führen nur Spuren von einem Paar schwerer Stiefel weg. Sie sind ansonsten noch hier oben an der Klippe zu sehen, allerdings bleiben sie oben, er ist also nicht hinabgeklettert. Vermutlich hat er sie einfach von oben erschossen, als sie hier hinabgestürzt ist. Wenn wir gerastet haben, sollten wir morgen zurückgehen und der anderen Spur folgen."

Sé Faoláin

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #95 am: 23.06.2019, 21:51:34 »
Oldor hatte eine passende Stelle auserkoren und mit Hilfe des schweigsamen Tieflings war auch alsbald ein Grab ausgehoben. Sé besah sich indessen noch die Pfeile genauer, die aus dem Leib der Frau stammten.

An der Zeremonie nahm sie als Außenseiterin teil. Sie lauschte dem Abschied und den Trauerbekundungen. Zwar hatte sie schon ein paar solcher Zeremonien erlebt, aber noch niemals von Zwergen angeleitet. Die aufmerksame Frau versuchte alles in sich aufzunehmen und etwas mehr davon zu verstehen, wie die Männer die Welt, das Leben und den Tod wahrnahmen. Mit ihrem Druidenmeister im Wald hatte Sé vom Tod selten als endgültigem Abschied gesprochen, sondern stets als Teil eines großen Kreislaufes, einer fortwährenden Veränderung und Verwandlung von einer Energie in eine andere. Die Zwerge sahen dies wohl ganz anders. Sé verhielt sich ruhig. Sie wollte die ernste Zeremonie nicht stören.

Später, als sie sich mit den anderen zum Lagerfeuer setzte, welches sie zuvor mit Hilfe ihrer Druidenflamme entzunden hatte, drehte sie einen der Pfeile in ihren Händen. Nachdem auf Yazrins Anstoß hin geklärt worden war, in welcher Reihenfolge gewacht werden sollte, wandte sie sich an die Gruppe, um ihren Gedanken noch an diesem Tage Ausdruck zu verleihen:

"Nyall hat gemeint, die Frau wäre vielleicht von oben erschossen worden. Dagegen spricht, dass die Pfeile so wie ich es gesehen habe, nicht von oben, sondern von gerade hinten in den Körper gedrungen sind. Der verlorene Schuh deutet darauf hin, dass sie gelaufen ist und zwar in solcher Eile, dass es undenkbar gewesen wäre den Schuh aufzuheben. Vielleicht hat sie auch das Kind gehindert, das sie vielleicht getragen hat, ich denke aber nach wie vor, dass es zu schwer gewesen wäre mit einem Kind so weit und schnell zu laufen. Darüberhinaus gibt es keine Kinderspuren in der Nähe.
Die Frau und die Person mit den schweren Stiefeln waren, wie wir gesehen haben, nicht miteinander unterwegs, sondern nacheinander. Die Frau ist allerdings nicht in Richtung Heimat gelaufen, sondern nach Norden. Ist sie wirklich vor dieser zweiten Person geflüchtet?"


Sé reichte den Pfeil weiter: "Erkennt jemand diesen Pfeil? Ist es vielleicht ein elfischer?" Das Feuer knackte und der Schein zeichnete seltsame Schatten in die Finsternis um sie herum. Das Lager war ein wenig abseits aufgeschlagen worden, nahe einer kleinen Baumgruppe mit guter Übersicht über das umliegende Gelände. "Die Frau hat vielleicht jemanden verfolgt, oder wollte einen Ort erreichen, als sie von drei dieser Pfeile durchbohrt worden ist. Zwei steckten in der linken Schulter, einer darunter. Ist es nicht denkbar, dass wir es hier mit elfischen Bogenschützen zu tun haben, die eben keine Spuren hinterlassen haben? Wir können nicht sicher sein, dass der, dem die schweren Stiefel gehören, auch ihr Mörder ist. Ich glaube außerdem, dass sie erst nach den Schüssen gefallen ist. Die Senke war ja nicht so tief. Nach der Anordnung der Wunden zu urteilen, handelt es sich entweder um mindestens zwei Schützen, die unterschiedlich groß sind, oder um einen unbegabteren, der sicher gehen wollte, dass sein Ziel stirbt. Trotzdem erscheinen mir drei Pfeile etwas übertrieben. Was denkt ihr?"

Sé sah die ernsten Gesichter um sie herum und versuchte die morbide Stimmung etwas zu heben. Sie lächelte und meinte: "Bestimmt finden wir morgen mehr als nur weitere Fragen, wenn wir die andere Spur verfolgen!" Die junge Druidin fühlte sich erschöpft. Sie wartete ab, ob jemand weiter Gedanken zu dem seltsamen Fall anbieten würde und bereitete nebenbei ihre Schlafstätte vor.
« Letzte Änderung: 23.06.2019, 21:56:34 von Sé Faoláin »

Brogar Tunnelheim

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #96 am: 24.06.2019, 19:39:41 »
Schweigend hatte der Runenschmied sich an der Arbeit beteiligt, um ein sicheres und halbwegs würdiges Grab für die Tote zu bereiten. Ebenso wortlos - aber mit düsteren Blicken, die dem oder den Tätern wenig Gutes verhießen - hatte er der Zeremonie beigewohnt, mit der sie dem Schutz der Erde übergeben wurde. Später am Feuer nahm er einige Schluck Wasser und ein paar Bissen zu sich, die er eher gedankenlos verspeiste, ohne recht auf den Geschmack zu achten. Sein Geist schien anderweitig beschäftigt: Nach seinem frugalen Mahl blätterte er wiederum in dem gewichtigen Buch, das er mit sich führte, die buschigen Augenbrauen zusammengezogen und leise vor sich hin murmelnd. Einzig die Ausführung der schmächtigen Druidin bedachte er mit einem tiefen Grummeln. "Gleichviel, wer geschossen hat - es war feige, eine unbewaffnete Frau anzugreifen, und hinterhältig, eine solche Waffe" - er spie das Wort regelrecht aus - "zu gebrauchen." Ohne auf das aufmunternde Lächeln der Menschenfrau einzugehen, prophezeite er: "Aber beim nächsten Mal soll Blut fließen, das offen und ehrlich im Kampf vergossen wurde!" Die wuchtige Faust schloss sich fest um den Griff seines Hammers, und er versenkte sich wieder in das Studium seiner Formeln.

Yazrin

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #97 am: 25.06.2019, 20:49:34 »
Sè den Pfeil aus der Hand nehmend, studierte ihn der Soldat eingehend. Niyall dabei nicht aussparend, deutete schließlich ein aschgrauer Finger auf die Widerhaken und Yazrin klärte - unheimlich wispernd - seine Gefährten über die Absichten und eingebauten "Rafinessen" dieses Pfeils auf.[1] Er hatte keine Ahnung von wem er stammte, aber es war eindeutig niemand dem man alleine begegnen wollte.

Die Gedanken der hübschen Druidin ließ er vorerst unkommentiert. Sie konnte durchaus recht haben, aber vieles erschien ihm mehr Vermutung als tatsächlich Belegtes. Und vermuten hieß nicht zu wissen. Und Yazrin, Sproß von Mephisto dem Lord der Höllen, war Wissen lieber als Vermutungen.[/spoiler]
 1. 
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Jykel

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #98 am: 27.06.2019, 01:34:30 »
Jykel beteiligte sich mit den anderen Zwergen an der Bestattung; er kannte sich mit den Riten der Menschen gut genug aus, um sicherzustellen, dass sie eine würdige Beerdigung bekam, doch insgesamt verlief die Zeremonie sehr still und nur mit wenigen Worten, denn niemand kannte das Opfer gut genug, um viel über sie sagen zu können.
Jykel immerhin hatte die Frau schon einmal gesehen und wusste, dass es sich um die Magd auf dem Hof handelte, was er dann auch den anderen mitteilte. "Sie war mit großer Sicherheit nicht das Ziel des Angriffs; vermutlich hat sie versucht zu fliehen, vielleicht auch, das Kind in Sicherheit zu bringen, und war nicht wichtig genug für die Angreifer, um sie am Leben zu lassen. Was das für uns bedeutet, weiß ich auch nicht. Gleichwohl, wenn es eine Chance gibt, das Kind zu retten, müssen wir sie nutzen. Wir sollten den Spuren weiter folgen, sobald es hell wird - und vielleicht vorher noch einmal diesen Ort nach Hinweisen untersuchen."

Idunivor

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #99 am: 06.07.2019, 13:54:08 »
Nachdem das Begräbnis getan war, machte sich der Suchtrupp, der jetzt zu einem Rettungstrupp geworden war, daran einen Lager Platz einzurichten. Sie hatten sich ein Gestrüpp gesucht, das in U-Form einen geeigneten Lagerplatz umgab, wo sie gut lagern konnten. Denn keinem von ihnen gefiel der Gedanke in der Mulde zu schlafen, in der vor kurzem noch eine Leiche gelegen hatte. Sie vermieden es ein Feuer zu entzünden, um nicht unnötig Gefahren anzulocken und sie teilten ihre Wachen ein.
Die Wildnis hier war sehr viel lauter als in Klauenhafen. Aber vielleicht lag das auch daran, dass hier kein tosender Strom einige Meter entfernt vorbei floss, sondern anddere Geräusche zu hören waren. Es gab hier eine Menge unterschiedlicher Töne, die durch die Nacht hallten und viele konnten nicht einmal diejenigen, die mehr Zeit in der Wildnis verbrachten direkt einordnen. Aber dennoch war es irgendwie ruhig und friedlich hier draußen. Sodass diejenigen, die nicht Wache halten mussten, nach dem anstrengenden Marsch des gesamten Tages schnell Schlaf fanden.
Es war recht ruhig, nichts geschah und ohne Zwischenfälle weckten Jykel und Oldor nach ihrer Wache Brogar und Niyall. Auch die beiden erlebten zunächst nichts besonderes, außer dem ein oder anderen beunruhigenden Geräusch, das sie für eine Weile Aufhorchen ließ. Doch als Brogar sich nach der Hälfte der Wache erleichtern ging, trat er nur wenige Schritte aus ihrem Lager heraus. Ohne es zu bemerken hatte sich dort im hohen Gras jemand anderes es für die Nacht bequem gemacht. Und jetzt unterbrach Brogar mit seinem schweren Stifel die Ruhe der Schlange, die darauf reagierte nach ihm zu schnappen. Aber zum Glück hatte er für die Wache sein Kettenheamd angelegt, sodass die Rüstung verhinderte, dass die Giftfänge in seine Haut drangen.[1]
 1. Initiative für Niyall und Brogar
1. Niyall (surprised)
2. Snake
3. Brogar
The only ones who should kill are those prepared to be killed.

Brogar Tunnelheim

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #100 am: 06.07.2019, 14:07:39 »
Mit einem unterdrückten Fluch zuckte der Runenschmied zurück und wedelte einige Male wild mit dem Arm, um das bissige Reptil von sich abzuschütteln. Kaum fiel es zu Boden, machte er mit der anderen Hand eine verschlungene Geste, die eine komplexe zwergische Runenkombination in die Luft zeichnete. Sein Tun begleitete er mit einigen kurzen Worten in einem altzwergischen Dialekt, woraufhin drei matt schimmernde Bolzen aus purer Energie aus seinen Fingern schossen und die Schlange trafen.[1]
 1. Magic Missile, 12 Punkte Force damage; Spell slot ist schon abgestrichen.

Idunivor

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #101 am: 06.07.2019, 14:31:55 »
Es war sehr viel mehr als so eine kleine Schlange ertragen konnte und die magischen Bolzen desintegrierten mit ihrer Energie den gesamten Körper des Tieres bevor es in irgendeiner Art und Weise reagieren konnte. Nur einen Augenblick später war es wieder so finster wie zuvor und nichts deutete darauf hin, dass irgendetwas geschehen war. Ihre Gefährten waren nicht einmal erwacht, nur Niyall hatte das kurze Aufblitzen mitbekommen. Eine Erinnerung daran, dass hier draußen vieles auf sie lauerte und manches nicht einmal böswillig sein musste, um zu einer Gefahr zu werden. Es wollte nur nicht gestört werden in seiner ganz gewöhnlichen Existenz. Für den Rest der Nacht fand sich zumindest kein weiteres Leben in der Wildnis, das von den Fremden in seiner Domäne aufgeschreckt wurde, sondern der Rest der Nacht verlief so ruhig, wie es hier draußen sein konnte.
Am nächsten morgen standen sie wieder versammelt in der Mulde und gingen noch einmal sicher, dass sie am Abend zuvor nichts übersehen hatten. Aber es sah nicht so aus. Die Frau war bis hierher verfolgt worden und ihr Verfolger, der wohl auch die Pfeile abgefeuert hatte, war in eine andere Richtung verschwunden. Also entschieden sie nicht ihm zu folgen, sondern zu dem Ort zurückzukehren, wo das Seil über dem Hang befestigt war. Hier hatte sich nichts verändert seit dem gestrigen Abend. Niemand war hier gewesen, zumindest nicht auf den ersten Blick. Die zweite Spur war noch immer zu erkennen.[1]
 1. Ich bräuchte dann noch einmal einen Survival-Check für die Verfolgung dieser Spur
The only ones who should kill are those prepared to be killed.

Niyall

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #102 am: 06.07.2019, 15:41:29 »
Und so machte sich Niyall gemeinsam mit der jungen Druidin Sé daran, die Spuren zu lesen. Sie hatten die Vermutung, dass die andere Frau zusammen mit dem Kind von dem zweiten Angreifer hier entlang nach Süden geführt wurden. Die Hoffnung, vielleicht hier noch jemanden retten zu können, trieb sie dabei voran.

Idunivor

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #103 am: 08.07.2019, 11:29:25 »
Wieder waren die beiden Frauen es, die den Trupp anführten, um der Spur der Entführer zu folgen. Es blieb nach wie vor rätselhaft, was genau sie leitete, aber die Spur war klar zu erkennen. Stunden vergingen und im Laufe des vormittags bedeckten immer mehr Wolken den Himmel. Es sah so aus, als würde es wohl bald zu regnen beginnen, als der kleine Truppe kurz nach Mittag auf eine weitere merkwürdige Begebenheit stieß. Sie standen vor einem Hain, der auf einem kleinen Hügel wuchs. Ein einsamer Baum stand hier vor dem Hain am Fuß des Hügels und die Spuren der verbliebenen Frau führten genau hierhin. Es sah so aus, als habe sie hier längere Zeit gestanden und den Boden ziemlich aufgewühlt mit ihren Füßen. Von hier führten sie weiter, nicht zurück nach Westen, woher sie gekommen waren, sondern nach Südosten. Das verbliebene Paar schwere Stiefel hingegen führte in den Hain hinein und auch wieder hinaus und ebenfalls nach Südosten.
The only ones who should kill are those prepared to be killed.

Niyall

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Kapitel 1 - Ein ganz normaler Sommermorgen
« Antwort #104 am: 08.07.2019, 12:05:24 »
Niyall erklärte den anderen, welches Bild sich aus den Spuren ableiten ließ.

Sie vermutete, dass die Frau vielleicht an den Baum gefesselt worden war, während der Entführer in den Hain gegangen war. Was er dort wollte, könnten sie vielleicht herausfinden, wenn sie dort einmal nachsehen würden. Vielleicht musste er auch nur seine Notdurft verrichten.

"Vielleicht schaut ihr euch die Stelle am Baum einmal genauer an, ob es Spuren meiner Vermutung gibt, dass sie dort für eine Weile an den Baum gefesselt war."

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