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Autor Thema: Das Land des Silbernen Lotus  (Gelesen 1682 mal)

Beschreibung: Kapitel 01

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Cerebro

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #225 am: 10.09.2019, 23:52:22 »
"Ich fürchte, Bier und Met wirst du hier nicht finden, Nordmann", antwortet Ugar mit einem halben Schmunzeln. "Aber wenn ihr mit den Steinen zurückkehrt, bin ich sicher, dass sich der König angemessen erkenntlich zeigten wird."

Yalena und Kiran stellen beim Anlegen der Ausrüstung fest, dass ihr Dolch beziehungsweise Jagdmesser fehlen, da sie diese zum Zeitpunkt ihrer Gefangenschaft nicht bei sich trugen und daher wohl ihren gefangenen Kameraden zugeordnet worden sind - doch abseits davon ist alles vorhanden. (Natürlich fehlt Yalena auch immer noch ein Schuh.)

Die zusätzlich mitgebrachte Wegzehrung reicht vermutlich noch für den den Rest des heutigen Tages, doch da sie davon ausgehen müssen, mehrere - vielleicht viele - Tage unterwegs zu sein, werden sie um Jagd und Nahrungssuche nicht herumkommen. Nach recht kurzer Zeit hat jeder dann seine Montur angelegt und die Waffen verschnürt. Sie sind bereit zum Abmarsch.

"Nun", meint Ugar abschließend, "hier trennen sich dann vorerst unsere Wege. Ich wünsche euch Erfolg... Ihr habt eine Vorstellung davon, welche Richtung ihr einschlagen wollt?"[1]
 1. Schaut euch bitte die Karte im Gerede an und markiert bzw. nennt mr von Barana aus einen Weg, der erst mal drei Hexfelder umfasst. Ich werde im Nachgang dann noch für Kiran (der vermutlich euer Führer sein wird ?) auf Orientierung und Survival würfeln, muss aber wissen, welche Richtung ihr einschlagt.
« Letzte Änderung: 10.09.2019, 23:55:43 von Cerebro »

Yalena

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #226 am: 11.09.2019, 22:16:00 »
"Ach...richtig, meinen Dolch habe ich verliehen. Ein guter Zeitpunkt." Murrt die Rothaarige mehr bei sich und beschließt, dass sie daran jetzt wohl nichts mehr ändern kann. Solange sie sich nicht wieder unter Wasser befindet, wird ein Schwert ihr für tägliche Aufgaben schon ausreichen. Nachdem sie sich eingedeckt hat, klopft sie auf Ugars Nachfrage auf Kirans Schulter.

"Danke. Kiran hier wird schon dafür sorgen, dass wir auf dem richtigen Pfad bleiben." Kurz wechselt sie einen Blick mit Einar. Die Männer dürften ja wissen, dass sie als Stadtkind nicht die beste Person ist um eine Richtung zu bestimmen. Sicherlich haben sie sich schon eigene Gedanken gemacht. 

Kiran Arun

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #227 am: 13.09.2019, 08:15:43 »
Nachdem Kiran seine Ausrüstung angelegt hat, zieht er eine handvoll Pfeile aus seinem Köcher um diese kurz zu überprüfen, während er mit der anderen Hand nach einer der Früchte greift. Er dreht diese kurz in der Hand und riecht daran, bevor er einen großen Biss davon nimmt.

Langsam dreht er sich zu seinen beiden Gefährten um, während er die Pfeile wieder im Köcher verschwinden lässt.
"Nun ich denke, dass wir erst einmal an der Küste entlang wandern sollten. Dort sollten wir weitaus schneller voran kommen, als wenn wir uns erneut in den Dschungel vorwagen oder was denkt ihr?"

Einar

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #228 am: 13.09.2019, 09:52:41 »
„Geht im Osten in einen Hügel bis ihr zum tiefen Schlund kommt. Ungefähr so hat es Batatu doch beschrieben?, antwortet Einar, der zuversichtlich ist besagten Hügel schon irgendwie zu finden. „Sobald wir aus diesem Schlund kommen, sollen wir uns an der Küste halten. Also suchen wir doch zuerst einfach mal diesen Hügel.“

Cerebro

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #229 am: 13.09.2019, 10:09:24 »
"Im Südosten der Insel ist ein Großteil der Landschaft von Hügeln geprägt", bemerkt Ugar. "Ich bezweifle, dass Batutu hier einen bestimmten gemeint hat. Sich an der Küste zu halten wird euch indes nicht lange aus dem Dschungel halten, denn Sandstrände wie hier in Barana sind selten - vielerorts grenzen Steilklippen ans Meer. Mit dem Schlund sind wohl die Lotushöhlen gemeint. Sie liegen am Grund einer tiefen Erdspalte, die sich im Osten erstreckt. Wenn ihr am südlichen Rand der Insel nach Osten wandert, solltet ihr irgendwann auf sie treffen..."
« Letzte Änderung: 13.09.2019, 10:10:23 von Cerebro »

Yalena

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #230 am: 13.09.2019, 11:24:20 »
"Gut, das ist doch ein Anfang. Damit gibt es nichts mehr zu bereden. Pass mir auf unsere anderen Gefährten auf, wir sind bald zurück." Meint die Khoranerin noch und nickt den den beiden Männern zu, ehe sie sich abwendet und ihre Reise antritt. Allerdings wird sie Kiran die weitere Führung überlassen, sobald sie erst einmal unterwegs sind.

Die Lotushöhlen...Sie fragt sich noch immer, ob ihr Kapitän noch lebt. Er wüsste bestimmt, wie man die Pflanzen zu behandeln hat. Aber sobald sie sich Tikus Wohlwollen errrungen haben, wird sie schon noch selbst dahinter kommen. All diese Strapazen müssen doch am Ende etwas wert sein.

Einar

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #231 am: 13.09.2019, 12:08:54 »
„Bis bald.“ verabschiedet sich auch Einar und setzt sich in Bewegung. Die Beschreibung von Ugar ist ja schon um einiges nützlicher und entspricht auch der Richtung, die er eingeschlagen hätte. Mal sehen was diese Insel sonst noch zu bieten hat. Hoffentlich mehr als nur Wald, Gift, Ungeziefer und Kleinwüchsige...

Cerebro

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #232 am: 13.09.2019, 13:33:14 »
Nachdem die letzten Worte gewechselt sind, führt Kiran die kleine Gruppe zunächst nach Norden. Sie folgen einem einfachen Trampelpfad, der sich aus dem Dorf zieht. Zwar erreichen sie schnell Dschungelgebiet, doch der Weg bleibt gut erkennbar, so dass ihr Vorankommen nicht nennenswert behindert wird. Irgendwann verlassen sie dann den Pfad, welcher sich zu einem unbekannten Ziel immer weiter nach Norden schlängelt, und wenden sich stattdessen scharf gen Osten, um die Küste zu finden. Von hier an kommen sie nur langsam voran, denn sie müssen sich querfeldein durch die Wildnis schlagen und dabei häufig anhalten, um sich neu auszurichten oder die korrekte Richtung nicht zu verlieren. Glücklicherweise stellt sich ihnen nichts in den Weg, obgleich die Laute des Dschungels um sie herum von einer Vielzahl Getier zeugen. Kiran erkennt mehr als einmal eine potenzielle Gefahr in Form einer Schlange oder tückischem Untergrund und führt sie sicher in einem kleinen Umweg vorbei.

Nach einigen Stunden im wilden Grün rasten sie und verzehren den Rest an Früchten und rohen Süßkartoffeln. Kiran schießt in dieser Pause einen zu neugierigen Affen, hebt ihn aber für später auf, wenn sie den Tag ausklingen lassen und sich für die Nacht bereitmachen. Danach wandern sie noch eine Weile weiter und entdecken schließlich die Küste. Wie von Ugar angesprochen, liegt sie nicht am Strand, sondern jenseits einer (niedrigen) Klippe, doch das Meer glänzt ihnen am Horizont entgegen und liefert einen guten Orientierungspunkt. Das unendliche Blau zur Rechten geht es weiter, während die Sonne ihren Zenit überschreitet und irgendwann herniedergeht. Das Gelände wird etwas lichter, aber der Boden weniger trittfest, mit einigen ersten seichten Tümpeln, die von Kröten und Mücken frequentiert werden. Als nach längerer Suche klar ist, dass sie keine geeignetere Stelle für ihr Nachtlager mehr finden werden, machen sie im Schutz einiger Bäume an einer trockenen Stelle Halt und suchen sich etwas Blattwerk für ein provisorisches Nachtlager zusammen.[1]
 1. Eine Runde RP, mit Beschreibung was ihr so macht und gemacht habt, dann geht's mit dem nächsten Tag direkt weiter.
« Letzte Änderung: 13.09.2019, 15:19:50 von Cerebro »

Kiran Arun

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #233 am: 13.09.2019, 14:25:49 »
Nachdem Kiran die unmittelbare Umgebung Ihres Nachtlagers etwas näher in Augenschein genommen hat, macht er sich daran mit den Händen und herumliegenden Geäst eine kleines Loch auszuheben in dem er anschließend etwas Holz und Reisig aufstapelt. Mit Hilfe einer Pfeilspitze und seinem Feuerstein dauert es auch nicht allzu lange bis ein kleines flackerndes Feuer im inneren der Kuhle brennt.

Nachdem er Einars Erlaubnis eingeholt hat, leiht er sich dessen Messer für einen Moment um dem zuvor geschossenen Affen das Fell abzuziehen und ihn mit geübten Handgriffen auszunehmen. Schließlich steckt er diesen auf einen Ast und postiert Ihn in der Nähe des Feuers.
Im Schneidersitz lässt er sich daneben nieder und blickt schweigend auf den flackernden Lichtschein. Auch wenn er seine Gefährten im Laufe des Tages immer mal wieder vor verschiedenen Situationen gewarnt hat und den ein oder anderen Satz mit Ihnen gewechselt hat, so war er doch den ganzen Tag über unnatürlich schweigsam. Irgendetwas scheint Ihn unweigerlich zu bedrücken.

Yalena

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #234 am: 13.09.2019, 21:44:03 »
Yalena macht sich beim Bau einer behelfsmäßigen Unterkunft nützlich und sammelt dafür geeignete Äste sowie Palmblätter. An einem umgestürzten Baum als Gerüst lehnt sie nach Kirans Anweisung die Äste gegen den Stamm und bindet sie mithilfe von Palmstreifen fest. Nachdem das Skelett steht, kleidet sie den Rest mit weiteren Palmblättern aus und versucht so die gröbsten Lücken zu schließen. Nur ein Loch für den Eingang lässt sie frei, der später zugeschoben wird. Wenn auch ungerne setzt sie sich danach ans Feuer und holt Batutus Geheimwaffe hervor.

"Wenn ihr auch etwas wollt, meldet euch nur. Vielleicht können wir das Zeug für die Nacht aufhängen? Ich weiß nicht, ob das diese Biester abhalten wird." Ein Stadtkind mag sie sein, aber vor allem ist sie eine Frau. Dieses widerwärtige Masse an ihre Haut zu lassen ist ihr eindeutig zuwider. Stattdessen improvisiert sie sich Armreife und eine Kopfbedeckung aus Palmwerk und trägt ein wenig der Masse auf der jeweiligen Oberfläche auf. Bald wird sie ja sehen, ob es wirkt. Während sie sitzt und auf das Fleisch wartet, wirft sie Kiran einen nachdenklichen Blick zu.

"Zum ersten Mal ohne deinen Begleiter unterwegs? Vielleicht geht diese unselige Aufgabe sogar schneller, während sie im Dorf wartet. Ich war noch nie in irgendwelchen Sümpfen, aber ich kann mir vorstellen, wie schnell man dort versinkt. Umso mehr als Brocken." So wie Einar...aber das ist eine andere Sache. Für ein Tier könnte das noch gefährlicher sein.   
« Letzte Änderung: 13.09.2019, 21:44:17 von Yalena »

Einar

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #235 am: 13.09.2019, 22:11:16 »
Einar nimmt sich die Paste und reibt sich ohne zu Zögern ein wenig davon auf die Haut. Yalenas Versuche sich nicht zu schmutzig zu machen, würdigt er nur mit einem Schmunzeln, einen entsprechenden Spruch verkneift er sich. Natürlich entgeht ihm auch Kirans bedrückte Stimmung nicht. Der Grund dafür scheint auch auf der Hand zu liegen.
„Sehe ich auch so - deinem Warg gehts sicher gut wo sie jetzt ist. Diese Tiere sind mehr als nur zäh - und die Djaka haben eindeutig Angst vor ihr. Die werden es nicht wagen ihr zu nahe zu kommen und auch nur ein Haar zu krümmen - und wenn doch, haben sie spätestens dann ein ernsthaftes Problem, wenn wir zurück sind.“

Cerebro

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #236 am: 13.09.2019, 22:40:30 »
Die drei unterhalten sich noch leise am knisternden Feuer und legen sich dann - mit Ausnahme einer rotierenden Nachtwache, die auch das Feuer am Laufen hält - irgendwann zur Ruhe. Die Nacht vergeht ohne Vorkommnisse und keiner der drei stellt irgendwelche Gefahren oder herumschleichenden Beobachter fest. Der Dschungel wird derweil auch bei Dunkelheit nicht viel leiser und für jene, die Nächte in der Wildnis nicht gewohnt sind, ist es schwierig, friedlichen Schlaf zu finden.

Die Gruppe erwacht, als die Sonne durch das dichte Blattwerk über ihren Köpfen hindurchzuscheinen beginnt. Yalena stellt rasch einen juckenden Stich an sich fest - an einer Stelle, die sie nicht mit Batutus Gemisch bedeckt hat - Einar und Kiran sind dagegen aus Glück oder anderen Gründen verschont geblieben. Bis auf ein gelegentliches seichtes Jucken kann sie keine Auswirkungen feststellen.

Die Drei löschen das ohnehin schon schwelende Feuer, legen abgelegte Ausrüstung wieder an und marschieren frühzeitig los; dabei behalten sie in etwa die gleiche Richtung bei wie am Vortag und versuchen, das Meer bestmöglich in Sichtweite zu ihrer Rechten zu behalten. Nach einer Weile verlassen sie das feuchte Tal, in dem sie sich aufgehalten haben und es geht wieder bergauf. Schwieriges Gelände zwingt sie tiefer ins Landesinnere, so dass sie die Küste zeitweise aus dem Blick verlieren, doch Kiran stößt auf einen alten, zugewachsenen Dschungelpfad, dem das ungeschulte Auge vermutlich vollkommen verborgen geblieben wäre. Da er in die gewünschte Richtung verläuft, beschließen sie ihm zu folgen und erreichen nach einer längeren Strecke eine tiefe, enge Kluft im Boden, die sich quer zu ihrer Marschrichtung durch die Erde zieht. Sie ist vielleicht gute 100 Meter lang, im Durchmesser 9 bis 10 Meter breit und geschätzt etwa doppelt so tief. Die Ränder der Spalte sind mit dichtem Gras bewachsen und hängen leicht über, so dass die Wand auf ihrer Seite aus dem Stand nicht einfach eingesehen werden kann. Das Unterholz ist extrem dicht und einige Bäume hängen tief über ihren Köpfen. An manchen Stellen wachsen lange Lianen nach unten und über die überwucherte Kante der Erdspalte...
« Letzte Änderung: 14.09.2019, 08:21:42 von Cerebro »

Einar

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #237 am: 14.09.2019, 12:46:12 »
„Und jetzt? Nach Batutu sollten wir wohl rechts herum und an der Küste entlang. Hier unten soll es hingegen Höhlen voller Schätze geben.“ zeigt Einar in die Tiefe und überlegt, ob sich ein Abstecher lohnt. Einzig die Tatsachen, dass sich hier auch schon Leute des Sumpfstammes aufhalten können und es in den Höhlen auch ohne die gefährlich sein soll, sprechen dagegen. Und auch das ungewisse Ausmass der Geduld von König Tiku. „Wir sollten diesen Umweg aber besser sein lassen. Sobald wir die Steine abgegeben haben, können wir immer noch hierher zurückkehren.“

Yalena

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #238 am: 14.09.2019, 16:39:53 »
Am nächsten Morgen ist die Rothaarige immer noch nicht ganz von dem Mittel überzeugt. Die Nasen dieser winzigen Ungeheuer können nicht sonderlich empfindlich sein, wenn sie der Geruch an ihren Handgelenken nicht stört. Sie hofft jetzt einfach auf das Beste und beschließt den Stich vorerst zu ignorieren - allerdings teilt sie es ihren Gefährten mit, falls sie aus irgend einem Grund später schwächeln sollte. Yalena traut der Fauna auf dieser Insel keinen Meter weit.

Als es weitergeht, ist das Meer in Sichtweite beinahe ein tröstlicher Punkt. Wenn man nicht gerade ertrinkt oder von Haien gefressen wird...

Schließlich bleiben sie vor einer riesigen Kluft stehen und blickt nach unten. Schätze - allen voran der Lotus selbst legen es für sie nahe, dort hinunterzugehen. Ein weiterer Ort, an dem sie Kirans Tier nicht hätten mitnehmen können. Ob er überhaupt gewillt ist, sie später dort unten zu begleiten? Andererseits hat er kaum eine Wahl - Anisha an Bord eines Händlers zu lassen wird ihn erneut etwas kosten.

"Ich glaube, ein Abstecher lohnt sich. Aber wir sollten uns vorher lieber Freunde machen. Ohne Giftpfeile im Rücken ist so ein Unternehmen aussichtsreicher." Gut, sie werden vermutlich von den Sumpfleuten gejagt werden. Aber das lässt sich ohnehin kaum vermeiden.

"Dann mal weiter..." Stimmt sie noch zu, als Einar das Richtige sagt. Die Höhle läuft ihnen nicht weg. Auch wenn ein paar Ärme voll Schätze gut für ihre Nerven sein dürften. Egal, daran sollte sie vorerst nicht denken. 

Cerebro

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Das Land des Silbernen Lotus
« Antwort #239 am: 14.09.2019, 22:54:03 »
Als sie mehrheitlich dafür stimmen, den Höhlen keinen Besuch abzustatten, umrunden sie die beachtliche Kluft und führen jenseits davon ihren Weg nach Osten fort. Das Gelände bleibt trocken und stark hügelig - tendenziell geht es mehr bergauf als bergab und von irgendwelchen Sümpfen fehlt jede Spur. Sie rasten gegen Abend mit leeren Mägen, denn abseits weniger kleiner Früchte ließ sich schlichtweg nichts auftreiben.

Am nächsten Tag verlässt Kiran die eingeschlagene Route, um einen Umweg landeinwärts zu unternehmen, in der Hoffnung, dort mehr Jagdmöglichkeiten sowie Trinkwasserquellen vorzufinden. Es geht durch wilden Dschungel sowie schwierige Aufstiege in überwuchertes Hochland. Neben Wasser findet der Tiermeister zuletzt einen jener exotischen Laufvögel, deren Art sie bereits zuvor begegnet sind, aber dieser Preis kostet sie einen guten Tag Fortschritt. Sie übernachten im Wald und nach Kirans Kommentaren, dass die Höhe der Landschaft wenig Chancen auf große Sümpfe lässt, kommen Yalena erste Zweifel, ob sie Batutus Wegbeschreibung korrekt interpretiert hat - oder aber der Schamane hat sie absichtlich in die Irre geführt... Ohne Gewissheit halten sie dennoch an der Route fest, sind aber ohne konkrete Anhaltspunkte im Gelände mehr als einmal kurz davor, sich zu verirren. So geht es zwei weitere Tage vorwärts. Irgendwann finden sie zu ihrer Rechten die Küste wieder und zu guter Letzt erstreckt sich diese auch vor ihnen, denn sie haben das östliche Ende der Insel erreicht. Eine mittelhohe Steilklippe markiert das Ende ihres Weges; jenseits davon erstreckt sich das Meer. Sie haben den falschen Weg eingeschlagen...[1]


Da bereits der Abend dämmert, macht es keinen Sinn mehr, am heutigen Tag weiterzureisen. Vor der Kulisse eines fantastischen Sonnenunterganges schlagen sie am Rand des Dschungels ihr provisorisches Lager auf und beratschlagen, wie es von hier an weitergehen soll. Es ist bereits das Ende des fünften Tages seid ihrer Abreise von Barana und sie sind sich einig, dass sie die Sümpfe schon lange hätten finden müssen. Wer weiß, wie viel Zeit ihnen noch bleibt, bevor Tiku die Geduld verliert oder sie abschreibt und für tot erklärt...[2]
 1. Ich empfehle, die Wegbeschreibung nochmal genau nachzulesen und sich ein paar gescheite(re) Gedanken zu machen. Ihr könnt mir 3 neue Hexfelder geben (oder euren Weg zu den Höhlen zurückverfolgen, um euch neu auszurichten).
 2. Wieder eine Runde RP, bevor es weitergeht.
« Letzte Änderung: 16.09.2019, 10:03:13 von Cerebro »

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