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Autor Thema: Kapitel 4: Der Geisterwald  (Gelesen 9645 mal)

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Garridan

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Kapitel 4: Der Geisterwald
« Antwort #75 am: 31.05.2024, 10:31:28 »
Als der Prinz das Geschenk präsentierte ging Garridan davon aus, dass Solitaire es annehmen würde, sie war sicher am besten dafür geeignet, die richtigen Worte zu finden. Aber dann verwandelte sich das Eidolon und er war gespannt wie alle anderen, wie der Prinz reagieren würde. Und ebenso wie sie war er erleichtert, als der Prinz entspannt blieb. Er hörte die freundlichen Worte, doch immernoch hielt er das Geschenk in den Händen.

Solitaire hatte sich verneigt, also tat er das auch und wartete ab, ob der Prinz ihm den Bogen überreichte. Schließlich war er ja derjenige, der vermutlich damit üben sollte. Allerdings wäre dann ein Pferd das passendere Geschenk gewesen, schließlich war er ja gar nicht bis zum Schuss gekommen. Aber ein Bogen war ihm lieber.

Mondragor

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Kapitel 4: Der Geisterwald
« Antwort #76 am: 01.06.2024, 13:37:49 »
Nachdem die Ehrungen vorgenommen und die Geschenke überreicht worden waren, gingen die Gäste wieder zum Genuss der Gaumenfreuden sowie ihren verschiedenen Gesprächen über. Das Interesse an den fremden Reisenden hatte indes nicht nachgelassen, und immer wieder näherten sich Personen in ehrerbietiger Haltung, um den Mitgliedern der Karawane, und insbesondere denen, die im Wettstreit angetreten waren, ihre Aufwartung zu machen.

Selbst das Eidolon schreckte nicht jeden ab, und es gab mehrere Mutige, die fragten, ob sie es einmal berühren dürften. Auch sonst herrschten neugierige Fragen nach Gebräuchen, Klima, Kultur, Essen und allem möglichen weiteren aus Varisia vor, und insbesondere Cliff musste sich immer wieder aufdringlichen Griffen entziehen - es schien, als ob viele der Gäste ihn einfach nur berühren wollten. Zunächst war der Barde noch erfreut über die viele Aufmerksamkeit, doch irgendwann hatte selbst er die Nase voll und wurde von den anderen nun stärker abgeschirmt, was einige enttäuschte Blicke von Ordu-Aganheiern nach sich zog.

Die Reisenden hatten ausreichend Gelegenheit, auch ihrerseits mehr über die Stadt und die Umgebung herauszufinden[1], und so wurde der Abend recht spät, bis der Prinz schließlich das Ende der Feier verkündete, nicht jedoch ohne darauf hinzuweisen, dass am nächsten Abend das zweite von fünf Festen zu Ehren der Fremden stattfinden würde, das Fest der Ahnen.
 1. Wenn ihr irgendwas bestimmtes machen wollt, können wir das entweder ausspielen oder ooc klären.
« Letzte Änderung: 01.06.2024, 13:41:02 von Mondragor »

Mondragor

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Kapitel 4: Der Geisterwald
« Antwort #77 am: 23.06.2024, 16:11:40 »
Der Abend und auch der kommende Tag verliefen weitgehend ereignislos. Die Reisenden aus der Ferne sowie Tessara und Sabanto führten einige Gespräche und machten sich langsam etwas vertrauter miteinander; außerdem organisierte Sandru weiterhin die Reparaturen, Einkäufe und Verbesserungen an der Karawane. Da dies noch einige Tage Zeit in Anspruch nehmen würde, blieb den anderen Mitreisenden weitgehend, die örtliche Kultur in sich aufzusaugen, eventuell noch das eine oder andere auf dem Markt zu ergattern und ansonsten die Feiern, die in den Abenden stattfanden, so unbeschadet wie möglich zu überstehen.

Auch an diesem Abend traf sich das Gefolge des Palastes an gleicher Stelle, um das Fest der Ahnen zu begehen. Interessiert stellten die hier Fremden fest, dass offenbar für jeden der Abende neue und ihnen unbekannte Delikatessen vorgesehen waren. Heute lag der Schwerpunkt auf Gedünsteten Hongali-Steinfröschen, Gänsemägen, ein Nudelauflauf mit Fußsehnen von Ziegen, Fischlippen mit Sellerie, geronnenes Entenblut sowie "ertrunkene Krabben" - eine Delikatesse, bei der lebendige Krabben in Alkohol getaucht wurden, bevor man ihnen die Köpfe abriss und dann das Fleisch aß.
All dies wurde ihnen von Lakaien und Übersetzern erklärt, und die Bandbreite der Reaktionen reichte von Ekel über Neugier bis hin zu offener Begeisterung.

Auch heute wurde es schließlich stiller, als das Unterhaltungsprogramm des Abends sich anbahnte. Ganz im Gegensatz zum Vortag waren es heute jedoch eher die leisen Töne, die für große Augen, Belustigung, aber auch Tränen sorgten.
Eine Gruppe von Handpuppenspielern führte eine alte Volkssage auf mit dem Titel "Warum das Murmeltier keine Daumen hat". Zunächst dachten einige aus der Karawane, dies sei nur etwas für Kinder, doch die Begleitung durch kehlige Gesänge und verschiedene hiesige Musikinstrumente, außerdem die überraschend tiefgründige Geschichte, belehrten sie eines besseren.

Nachdem die Vorstellung unter tosendem Applaus endete, erhob sich erneut der Prinz, und wie am Vorabend forderte er wiederum die Gäste auf, etwas dieser Art aus den Landen der schönen Frauen vorgetragen zu bekommen.[1]
 1. Notwendig hier bis zu vier Proben: Perform (act) oder Sleight of Hand gegen 35, um mit den Puppen zu agieren; Perform (act) oder (oratory) gegen 25 fpr die Schauspielerei, Perform (sing) gegen 30 für den Gesang, Perform (string instrument) gegen 30 für die Begleitung. Jeder kann maximal eine Probe machen. Cliff kann eine der Perform (Act) oder Perform (Oratory) Proben übernehmen.
Im Übrigen dürfen gerne auch die hiesigen PCs eine der Proben machen, also Sabanto und Tessara. Das sieht der Prinz und ich nicht so genau ;)
« Letzte Änderung: 23.06.2024, 16:15:01 von Mondragor »

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