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Autor Thema: Prolog: Die Karawane zieht weiter  (Gelesen 13600 mal)

Beschreibung: Wie alles beginnt...

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Elora

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Prolog: Die Karawane zieht weiter
« Antwort #15 am: 24.11.2009, 22:07:21 »
"Oh, du bist ja gut vorbereitet!", lobt Elora den Schwertkämpfer. "Hm ..." Sie schürzt die Lippen und überlegt kurz. "An Gerüchte über Feenvolk kann ich mich nicht erinnern. Aber die Gegend ist abgelegen genug, um alle möglichen Gerüchte zu produzieren. Aber das Schwert ist ein feines! Hoffen wir, dass es nicht nicht gezogen werden muss. Nicht alle Feen haben Böses im Sinn, wenn sie Reisende ärgern ... Banditen machen mir da mehr sorgen. Mit den paar Wachen und drei ganzen Karren voll könnten wir wie ein leichtes Ziel aussehen. Weiß ja niemand, was genau in den Kisten drin ist."

Tex

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Prolog: Die Karawane zieht weiter
« Antwort #16 am: 25.11.2009, 13:38:41 »
Während im Hintergrund die letzten Kisten und Fässer auf den Karren verzurrt werden, die letzten Waffen und Werkzeuge verstaut und der letzte Proviant eingepackt wird, gesellt sich eine Gestalt in einem schweren, vollgesogenen Wollmantel zu den Abenteurern unter dem Balkon. Der schwere Schritt der eisenbeschlagenen Stiefel wird fast völlig vom Prasseln des Regens übertönt. Als die Gestalt die Kapuze zurückschlägt, erkennen die vier Abenteurer Immbar Goldblick, jenen zwergischen Händler, der die kleine Handelskarawane ins Blutschwurtal anführt und bei dem sie sich schon zuvor bereit gemeldet hatten.

"Großartiges Wetter für so eine Reise, nicht wahr Jungs?", beginnt er, während er seinen kunstvoll geflochtenen Bart auswringt. "...und Mädel natürlich", ergänzt er hastig, als sein eines Auge Elora erblickt - das andere Auge ist durch eine kleine Kugel aus purem Gold ersetzt, offenbar hat er es in einem Kampf verloren, wovon auch die tiefe Narbe kündet, die sich quer über Stirn und Wangen mitten durch die Augenhöhle zieht. "Wir sind fast bereit, ich denke in einer halben Stunde können wir aufbrechen. Abadar sei Dank, dass ihr uns begleitet, so können wir uns zusätzliche Söldner sparen. Es ist so schon teuer genug, die Waren ins Blutschwurtal zu schaffen, da müssen wir nicht noch extra Söldner anheuern, bei den Preisen heutzutage. Nur der alte Thendrik hat seine beiden Wächterburschen dabei, der misstrauische Hund. Wie dem auch sei, hoffen wir mal, dass wir nicht auf allzu große Probleme stoßen. Noch ist das Tal ja nicht ganz befriedet, wer weiß, was dort in den Rosenbüschen auf uns lauert..."
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Elora

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« Antwort #17 am: 25.11.2009, 17:10:32 »
Elora grinst dem Händler amüsiert zu, als er sie gesondert erwähnt. Scheint kein armer Kerl zu sein, wenn er sich ein Goldauge leisten kann.

"Ist die Erschließung des Blutschwurtales nicht vom König persönlich angeordnet woren? Ich hätte gedacht, dass die Krone die Versorgung der Truppen sicherstellt und nicht das Risiko eingeht, wichtige Lieferungen an Banditen zu verlieren. Gibts denn gar keinen Geleitschutz? Oder haben Thendriks Haudegen bis jetzt jeden in die Flucht geschlagen?"

Tex

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Prolog: Die Karawane zieht weiter
« Antwort #18 am: 25.11.2009, 17:32:39 »
Elora erntet zunächst nur ein dröhnendes Lachen als Antwort.

"Diese beiden Hänflinge? Die würden es noch nicht mal schaffen, eine Ratte in die Flucht zu jagen. Keine Ahnung, warum Thendrik die immer mitschleift. Aber was den König betrifft: Der hat sich doch noch nie für uns Händler interessiert - mal abgesehen von den Steuern, die er uns abpresst. Wenn eine Karawane ausgeraubt wird, dann wird halt eine neue geschickt - solange, bis die Handelsroute offen ist, und er noch mehr Steuern kassieren kann. Sir Tolgrith ist da anders, der schickt uns ab und zu ein paar seiner Soldaten mit, aber leider auch nicht oft. Er hat ja nicht gerade viele da drüben, und die meisten sind vollauf damit beschäftigt, das Tal zu befrieden."
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Elora

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« Antwort #19 am: 25.11.2009, 23:18:02 »
Sie späht mit abschätzendem Blick zu den beiden Söldnern hinüber, die gestikulierend neben einem der Karren im Regen stehen und über irgendetwas zu diskutieren scheinen. "Irgendwas wird schon dran sein an den beiden." Ratlos zuckt sie mit den Schultern. "Gibt es Neuigkeiten aus dem Tal und wisst Ihr, was uns dort erwarten wird? Und wie lange werden wir für die Reise ungefähr brauchen? Wenn es weiter so schüttet wie aus Kübeln, werden die Karren nicht weit kommen."

Camlo

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Prolog: Die Karawane zieht weiter
« Antwort #20 am: 26.11.2009, 07:51:05 »
Camlo schließt sich dem abschätzigen Blick der Waldläuferin an, nachdem auch er Immbar zugenickt hat, und murmelt. "Ja, aber leichtes Geld ist es nicht, das sie verdienen. Bei dem Dienstherren." Dabei grinst er schelmisch. Während sich Elora um die Reiseplanung kümmert, wendet er sich neugierig an den 'Dunklen', wie er den Magier getauft hat.
"Hythorus, was treibt Euch in das gefährliche Tal? Ihr seht aus wie ein Mann der Götter oder der Magie. Ich weiß gern, mit wem ich reise und Elora scheint sich kundig um die Umstände zu kümmern." Mit offenem Blick betrachtet er den großen Mann. Fast könnte man meinen, der Bärtige wäre etwas naiv, doch das blitzen in seinen Augen verrät seine Intelligenz.  
« Letzte Änderung: 26.11.2009, 07:52:38 von Camlo »

Vento

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Prolog: Die Karawane zieht weiter
« Antwort #21 am: 26.11.2009, 16:31:29 »
Vento mustert sowohl seinen scheinbaren Dienstherren als auch die Begleiter des anderen mit offenem Misstrauen. Besonders die Dekadenz des Händlers scheint ihm sichtlich ein Dorn im Auge, den sein Blick bleibt an dessen goldenem Auge hängen. Dann wendet er sich wieder den anderen zu. Wobei er besonders Camlo mit einem finsteren Blick mustert.
"Aha.. und ich bin also nicht weiter interessant was? So eine Frechheit. Da bemüht man sich den Menschen zu helfen ihre Wege auszubauen und die Bäume so weichen zu lassen das es keine Probleme mit ihren Geschäften gibt und wird dann schlicht und einfach ignoriert."
Sein Blick verrät seine Trotzigkeit, die wohl der eines Kindes im Moment um nicht viel Nachsteht. Oder ist das nur Schauspiel?
"Ein Regen dieser Stärke hält in diesen Gefilden selten länger an, andererseits ist unser Ziel ein Tal, welches vor allem am Hang von hohen Bergen häufiger mit Regen belastet wird als andere Gebiete. Ich vermute wir sollten uns daran gewöhnen und die Wägen sollten sich entsprechende Räder und ausreichend Zugtiere besorgen."

Camlo

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Prolog: Die Karawane zieht weiter
« Antwort #22 am: 26.11.2009, 16:46:25 »
Etwas belustigt lächelt Camlo den Halbling an, als dieser ihn wütend anfährt. "Habt Dank für die Information zum Wetter, werter Vento. Nichts lag mir ferner als Euch zu ignorieren, ich verfüge zwar über Geschick im Umgang mit zwei Schwertern, jedoch nicht über die Fähigkeit, mit zwei Personen gleichzeitig zu sprechen. Ich wollte Euch bestimmt nicht kränken." Der Tonfall des Kämpfers ist ruhig und besonnen.
Nachdem er sich den Regen von der Stirn gewischt hat, fährt er mit einer ebenso ruhigen, jedoch leicht schneidenden Stimme fort. "Allerdings beunruhigt mich Eure Impulsivität. Sie erinnert mich an ... Lassen wir das. Ich hoffe, Ihr könnt Euch etwas zusammenreißen, wenn eine echte Gefahr droht."
« Letzte Änderung: 26.11.2009, 16:46:48 von Camlo »

Tex

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Prolog: Die Karawane zieht weiter
« Antwort #23 am: 27.11.2009, 11:24:53 »
"Oh, ich denke, wir werden schon so um die zehn Tage benötigen", antwortet Immbar Elora, nachdem er ein paar Momente lang veträumt auf die Regenwolken geschaut hat. "Es sind zwar nur knappe hundert Meilen ins Tal, aber mit den Karren kommen wir auf den schmalen Gebirgspässen nur langsam voran."
« Letzte Änderung: 27.11.2009, 11:35:21 von Tex »
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Elora

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« Antwort #24 am: 27.11.2009, 13:00:52 »
"Na, das geht ja noch" antwortet Elora etwas abgelenkt, während sie die linke Augenbraue hochzieht und verwundert Vento und Camlo betrachtet. Sie ist sich im ersten Moment nicht ganz sicher, was sie von dem Halbling halten soll, zaubert aber dann ein versöhnliches Lächeln auf ihr Gesicht.
"Du hast Bäume versetzt und Straßen gebaut? Auch die ins Blutschwurtal?", fragt sie ihn interessiert, aber auch um der Ablenkung willen. "Hast du für Kaufleute oder die Krone gearbeitet?"
« Letzte Änderung: 27.11.2009, 13:01:43 von Elora »

Hythorus

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« Antwort #25 am: 27.11.2009, 17:51:34 »
"Ich bin ein Beschwörer, werter Camlo", antwortet Hythorus schließlich dem jungen Mann, nachdem er eine Weile nachgedacht hat. "Leider wird diese Kunst oft missverstanden und ist etwas in Verruf geraten. Von meiner Reise ins Blutschwurtal erhoffe ich mir daher, in Ruhe meine Kräfte testen zu können und somit zu einem tieferen Verständnis des Wesens der Ebenen und der Magie zu kommen. Das ist etwas, dass ich in der Stadt niemals umsetzen könnte. Ich hoffe, Eure Frage ist damit beantwortet."

Vento

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« Antwort #26 am: 27.11.2009, 22:20:14 »
Der Halbling grummelt leise vor sich hin und verzog das Gesicht, nach Camlos erwiederung.
"Pah, ich habe es nicht nötig mit meinen Fähigkeiten zu prozen, sollte es soweit seien werdet ihr es ja sehen.", Danach sieht er hinüber zu Elora. "Ich habe lediglich geschildert was ich im Begriff bin zu tun. Immerhin sind wir ja hier um dieses Vorhaben abzusichern, nicht wahr?", danach sieht er sich um.
"Kommen eigendlich noch mehr oder war es das?", der Rabe auf seiner Schulter musterte weitehrin mit einem sehr starren Blick die Wertsachen der Anwesenden.

Camlo

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Prolog: Die Karawane zieht weiter
« Antwort #27 am: 28.11.2009, 07:36:37 »
Kein einfacher Zeitgenosse und verstanden hat er mich wohl auch nicht. Na ja, wird schon werden. Der Varisianer ist überzeugt, dass sich der ungewöhnlich bissige Halbling auf der Reise schon abkühlen würde. Schließlich waren 10 Tage eine lange Zeit. Und er schien kein schlechter Kerl  zu sein. Nur der diebische Rabe  beunruhigt Camlo etwas.

Die Eröffnung von Hythorus lässt ihn für eine Sekunde schlucken. Wie die meisten Varisianer muss er bei dem Wort Beschwörer sofort an die Teufelsanbeter aus Cheliax denken, doch die Worte des Dunklen, 'diese Kunst werde oft missverstanden' beruhigen ihn ein wenig und so lächelt er freundlich. "Habt Dank für Eure Offenheit, Hythorus.  Dann seid Ihr offenbar kein Teufelsanbeter." Fast beißt sich Camlo auf die Zunge, denn so direkt wollte er eigentlich nicht sein. Vermutlich hat ihn seine Zunge wieder einmal in Schwierigkeiten gebracht. Mein loses Mundwerk bringt mich irgendwann noch um grinst Camlo in sich hinein.
Doch nun will er die Antwort hören.
« Letzte Änderung: 28.11.2009, 07:50:40 von Camlo »

Elora

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Prolog: Die Karawane zieht weiter
« Antwort #28 am: 28.11.2009, 11:14:05 »
Was bildet der sich ein? Elora muss sich eingestehen, dass sie es nicht gewohnt ist, mit so viel Unfreundlichkeit abgefertigt zu werden. Sie zieht die Stirn in Falten und ihr fällt nichts ein, was sie erwidern sollte, und sieht keinen Grund, seine Gegenfrage zu beantworten. Woher sollte sie auch wissen, ob noch andere kommen? Gedanklich macht sie sich eine Notiz, den Halbling in den nächsten Stunden zu meiden.
Aber vielleicht ists auch nur das Wetter. Der ständige Regen geht Vento sicher auch aufs Gemüt und die kühle, feuchte Luft kann einen leicht bis auf die Haut durchweichen. Nicht die besten Vorraussetzungen für gemütliches Beisammensein. Ein wenig Sonnenschein hat noch keinem geschadet, denkt sie sich. Oder klingt das jetzt zu abgedroschen? Egal. Zumindest der Gedanke daran lässt sie sich ein wenig entspannter zurücklehnen und Hythorus' Reaktion beobachten.
« Letzte Änderung: 28.11.2009, 13:22:57 von Elora »

Hythorus

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« Antwort #29 am: 28.11.2009, 14:37:53 »
"Nein, das bin ich nicht," versichert Hythorus Camlo. Der Ton seiner Stimme ist freundlich, aber bestimmt. Als Magier ist er es gewohnt, auf Bedenken zu stoßen. "Ich nutze zwar infernale Kräfte für meine Magie, aber ich bin gewiß kein Diener des Bösen. Das ist sicher nicht leicht zu verstehen und würde jetzt zu weit führen, aber ich will es Euch gerne bei Gelegenheit erklären. Doch nun zu Euch. Was führt Euch ins Blutschwurtal, wenn ich fragen darf?" Hythorus weiß, dass seine Äußerung eigentlich mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet, möchte das Thema aber nicht weiter vertiefen. "Jetzt können sie immerhin nicht mehr behaupten, ich hätte sie nicht gewarnt, wenn ich gezwungen sein sollte, in ihrer Gegenwart eine böse Kreatur herbeizurufen," geht es ihm durch den Kopf.

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