Umfrage

Habt ihr ein Interesse daran, mit mir nach Abschluss dieser Runde ein weiteres Setting zu spielen?

Ja, gerne dein hier vorgeschlagenes Setting mit den alten Charakteren.
3 (75%)
Ja, gerne dein hier vorgeschlagenes Setting, aber mit neuen Charakteren.
0 (0%)
Ja, aber lieber in einem römischen Setting.
1 (25%)
Ja, aber ich habe einen anderen Settingvorschlag (Bitte kurz beschreiben).
0 (0%)
Nein. (Wenn möglich mit kurzer Begründung)
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 4

Umfrage geschlossen: 31.05.2013, 15:36:49

Autor Thema: La lutte pour la fraternité et l'égalité?  (Gelesen 2781 mal)

Beschreibung: Die Pariser Kommune von 1871 oder doch ein anderes Setting?

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Menthir

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La lutte pour la fraternité et l'égalité?
« am: 24.05.2013, 15:36:49 »
Meine lieben Spieler,

da sich unsere schöne Runde langsam, aber sicher dem Ende nähert, haben bei mir bereits die Planungen für eine neue Runde begonnen.  Wie einige wissen, leite ich nur noch Szenarien und keine vollständigen Kampagnen mehr, versuche durch die limitierten und an anderen Stellen besseren Möglichkeiten des Play-by-Post-Rollenspielens eine immer noch freie Runde zu leiten, die jedoch nur eine begrenzte Sandbox-Möglichkeit bietet. Die Charakter sind frei in ihrem Handeln mit möglichst wenig Railroading. Um dies zu schaffen und trotzdem die Runden nie im Sande verlaufen zu lassen, spanne ich im relativ enge Rahmen um die Charaktere, in dem sie sich frei entfalten können.

Diese Runde war eine solche Runde und innerhalb ihrer Grenzen war sie ein weiteres (das Zweite nach meiner Runde mit Chinaanleihen), erfolgreiches Szenarienexperiment. Diese Aussage wage ich, obwohl die Runde noch gar nicht beendet ist. Der Grund dafür liegt aber sicher nur sehr bedingt in meinem theoretischen Rahmen, den ich um die Runde gezogen habe, sondern vor allem an eurer Bereitschaft sich mit der Materie zu beschäftigen, sich mit meinen manchmal sehr langen Beiträgen voller Metaphern zu beschäftigen, die im Vergleich zu anderen Runden sehr reichhaltigen Fußnoten zu beachten und dann neben der Entwicklung großartiger Charaktertiefe auch noch eigene Initiativen innerhalb der Runde zu finden und voranzutreiben, eigene Ideen in die Runde einzubauen und auch als Spieler in der Spielentwicklung mutig zu sein.

Diese Mühe und Bereitschaft will ich euch danken! Neben Worten gibt es jedoch nur wenig, was ich als Dank bereitstellen kann. Aber vielleicht wisst ihr es zu schätzen, wenn ich an dieser Stelle ankündigen möchte, dass ihr die Wahl über mein nächstes Szenario haben dürft und ein absolutes Vorwahlrecht habt. Das bedeutet, dass ich mir eure Worte sehr zu Herzen nehmen werde, wie sie auch ausfallen mögen, und dass ihr, wenn ihr Zeit und Lust für ein weiteres Szenario mit mir findet, auf jeden Fall reservierte Plätze besitzt.

Im Gegensatz zum Call of History-Aufruf im Januar 2011 werde ich keine so breite Liste an möglichen Szenarien vorstellen, obwohl sehr viele Szenarien in meinem Kopf herumspuken. An dieser Stelle möchte ich stattdessen für eine Auswahl nochmals die alte Liste präsentieren, falls ihr euch für eines der solchen Szenarien noch interessiert. Der Deutsch-Dänische Krieg ist weitestgehend für mich szenarisch abgehandelt, die Runde um die vergessene Könige schlummert derweil im Archiv, da ich diese Runde wegen meines Wegganges beenden musste. Neben dieser Möglichkeit habe ich nach ersten Rundenbeendigung hier im Gate angekündigt, dass noch eine römische Runde unter meinen Fingernägeln brennt, deren genaues Szenario noch nicht umrissen ist. Erlaubt mir also, die damals kurz gefassten Gedankengang zu verlinken, da ich noch immer auf diesem Stand bin.

Aber mein eigentlicher Wunsch steht bereits in der Überschrift formuliert in meinem sehr gebrochenen Französisch. Was bedeutet dieses Ringen um Brüderlichkeit und Gleichheit? Der Name ist an Kampf für Glorie und Vaterland angelehnt und in diese Richtung soll es auch gehen. Lasst mich kurz die Ausgangssituation schildern.

Wir haben zuerst den Auftakt zu den "deutschen Einigungskriegen" gespielt, für das zweite Szenario würde ich in die Zeit unmittelbar nach Beendigung der Einigungskriege gehen. Das heißt, mein Ziel ist es nicht, die alltägliche Kriegserlebnisse zu spielen, sondern das Thema ungewohnt zu bearbeiten, wie wir es jetzt mit einer fiktiven Geschichte ebenfalls getan haben. Die Situation ist die, dass nach der Emser Depesche und den Streitigkeiten um die Nachfolge des spanischen Königs, Frankreich am 19. Juli 1870 Preußen den Krieg erklärt[1], das Schutz- und Trutzbündnis in Kraft tritt und die norddeutsche Union und die süddeutschen Länder erstmals Seite an Seite durch den Verteidigungsfall kämpfen. Frankreich galt damals zwar offiziell noch als best-ausgerüsteste Armee, aber es wird schnell deutlich, dass die preußische Armee - gerade durch die Einführung von Eisenbahnen zur Truppenverlegung bspw. - einen deutlichen logistischen Vorteil hat und auch von zwei gewonnenen Kriegen gegen Dänemark und Österreich beschwingt ist. Bis zum September schafft es Preußen sogar Napoleon III. zur Abdankung zu zwingen (nach der Schlacht von Sedan), aber das französische Volk kämpft weiter und bildet eigene Armeen (wie die Loirearmee). Preußen empfand es daher als wichtigstes strategisches Ziel, den Willen der Franzosen zu brechen, indem sie ihnen ihre geliebte Hauptstadt nehmen, welche zu diesem Zwecke belagert wurde (vom 19. September 1870 bis zum 28. Januar 1871[2]). Höhepunkt dieser Provokation der Franzosen ist sicher nicht nur die Tatsache, dass Preußen hohe Reparationen nach dem Krieg fordert, sondern dass der preußische König Wilhelm am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles (bekanntlich nahe Paris) zum deutschen Kaiser wird (Gründung des zweiten Reiches). Paris wird noch wenige Tage länger belagert und dann kapituliert auch die Stadt, nachdem sie lange Zeit bombardiert wurde.

Im Zuge der innenpolitischen und außenpolitischen Entwicklung fühlen sich viele Pariser vom eigenen Staat verlassen, es kommt nach einem Vorgeplänkel am 18. März zu einem spontan gebildeten Stadtrat, der eine städtische Revolution veranlasst und versucht die Stadt nach sozialistischem Vorbild zu verwalten. Es entsteht die Pariser Kommune. Das erste Mal gibt es potentiell die berühmte Diktatur des Proletariats. Historisch waren die Kommunarden nur etwas mehr als zwei Monate an der Macht, aber es sind sehr spannende, aber auch sehr brutale zwei Monate. In diesen Ausgangspunkt würde ich das neue Szenario setzen.

Der eigentliche Coup dabei ist, dass ich gerne die Charaktere, die ihr jetzt spielt, mit in das Jahr 1871 nehmen würde! Sie alle haben sich aus diversen Gründen in Paris eingefunden und verfolgen dort, wie jetzt in unserem Setting auch, ihre oder eine Agenda. Hier ein paar Beispiele, warum sich eure Charaktere dort aufhalten könnten:
  • Alfred Nobel hat 1850 bereits studierend in Paris zugebracht als junger Mann und hatte immer eine Schwäche für Paris. Von 1873 bis 1891 wird er in Paris eine Wohnung besitzen. Zudem war er immer an Geschäft und den Entwicklungen in der Welt interessiert, auch am Krieg selbst. Hier ließen sich die Gründe finden, warum Alfred Nobel nach Paris reist. Diese könnten noch erweitert werden.
  • Conrad Rosenstock könnte entweder die Fabrik seines Vaters übernommen haben (Synergieeffekte in der Zusammenarbeit mit Alfred Nobel?), er könnte auch Historiker geworden sein (evtl. mit dem Segen von Theodor Mommsen sogar schnell in höhere Positionen gekommen sein), oder gemäß seiner Neigung könnte Conrad auch ein Politiker geworden sein, der inzwischen im preußischen Landtag saß und in die Fortschrittspartei, der auch Karsten und andere Kieler Dozenten angehörten, beigetreten sein. Er könnte mit einem Auftrag (Überwachung der Reparationszahlungen) oder auch aus polit. Interesse („Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“) nach Paris gereist sein, oder gar als Waffenfabrikant neue Märkte erschließen.
  • Carl von Lütjenburg könnte inzwischen ein junger Stabsoffizier geworden sein, der im Deutsch-Französischen Krieg eingesetzt worden war. Als Pionier war er vor allem in der Belagerung von Paris eingesetzt. Er könnte dabei weiter unter Stiehle dienen, die beiden werden sich wahrscheinlich angefreundet haben. Stiehle setzt Carl auch nach dem Krieg weiter in Paris ein, um die Lage dort zu überwachen (Paris wollte schließlich noch Krieg führen, als Frankreich schon kriegsmüde war). Gleichzeitig kann auch Carl den Auftrag der Reparationsüberwachung haben oder auch noch mit dem Schleifen der städtischen Forts beschäftigt sein.
  • Samuel Weißdorns Vorlesungen haben sich weiter rumgesprochen und auch wenn es in Frankreich keine ganz klassischen Universitäten mehr hat und das System dort zerrüttet ist, hat Samuel 1868 oder 1869 die Universität Kiel verlassen, weil er einen Ruf der berühmten, alten Sorbonne bekam, um dort unter besserer Bezahlung und Gleichgesinnten seine Karriere als Dozent in neue Höhen zu katapultieren, vielleicht gerade an seiner Habilitation arbeitend. (So wäre es möglich, dass Samuel eines Tages der Dozent der Nobelpreisträger Pierre und Marie Curie werden könnte. :))
Der Startpunkt wäre dann irgendwann zu Beginn der Pariser Kommune. Welche individuellen Ziele die Charaktere haben, und welche Aufgaben euch dort exakt erwarten, würden wir dann mit Beginn des zweiten Szenarios sehen. Spannend wäre hier, wie die Charaktere sich in der Zwischenzeit entwickelt haben und dies dann mit in die Runde einzubeziehen. Von der Länge würde es wieder so gestaffelt sein, wie es auch in dieser Runde war. Wir würden Ausschnitte und eine eigene Geschichte innerhalb der realen Geschichte spielen. Ich würde es absichtlich ans Ende des Krieges stellen, um auch noch ein wenig darüber handeln zu können, ohne den Krieg peu a peu spielen zu müssen.

Als Regelwerk würde ich persönlich die FATE-Variante von Malmsturm (Regelwerk ist frei erhältlich) vorsehen, wenn sich aber niemand umgewöhnen möchte (die Umgewöhnung geht rasend schnell), könnten wir auch bei Pathfinder bleiben. Die Charaktere würden auf der 10. Stufe starten in diesem Fall. Im Malmsturmfalle würde ich auch eine Kurzzusammenfassung der Regeln bereitstellen, da die Runde sowieso eine eigene Fertigkeitenliste hätte.

Ob weitere Charaktere am Spiel teilnehmen sollen oder können, das würde ich von euch abhängig machen. Ich würde gerne bis zu zwei zusätzliche Spieler integrieren, wenn sie an so einer Runde interessiert wären. Aber wenn ihr nur in der Besetzung spielen wolltet, wäre es mir auch recht. :)

Das Szenario würde wieder in einer Alternative Reality spielen, es gibt also wieder am Rande magische bis paranormale Phänomene, sie spielen aber wie auch diese Runde eher eine untergeordnete Rolle. Malmsturm würde also auch Magie abbilden. Die Runde würde wieder politische Probleme abbilden, aber weniger einen Fokus auf Geheimdiplomatie haben, sondern mehr auf soziale Fragen eingehen. :)

Das ganze Idee ist aber erstmal nur eine Idee. Es wäre nett, wenn ihr euch dazu äußern würdet, wie ihr das seht, ob ihr noch eine Runde mit mir verbringen wollt, oder ob wir gemeinsam zu neuen Ufern sollen. Die Umfrage wird sieben Tage offen sein.

In diesem Sinne,
euer euch ergebener Spielleiter!
 1. Beginn des Deutsch-Französischen Krieges, der eigentlich Französisch-Deutscher Krieg heißen müsste, da der Kriegserklärer normal zuerst genannt wird.
 2. Die Belagerung von Paris 1870-71
« Letzte Änderung: 06.06.2013, 09:55:32 von Menthir »
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Conrad Rosenstock

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La lutte pour la fraternité et l'égalité?
« Antwort #1 am: 24.05.2013, 18:16:25 »
Ich habe mich mal für die erste Alternative entschieden. Ob wir PF mit einem Aufstieg auf Stufe 10 oder FATE spielen überlasse ich dem Mehrheitsentscheid der anderen und des SLs. Ich enthalte mich da mal, was das System angeht.

Edit: Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich selbst kein französisch kann. Ich hoffe, dass das kein Problem ist.
« Letzte Änderung: 24.05.2013, 18:17:24 von Conrad Rosenstock »

Menthir

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« Antwort #2 am: 24.05.2013, 18:19:42 »
Der Spielleiter kann auch kein französisch. Das wird kein Problem sein. :)
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Samuel Weissdorn

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« Antwort #3 am: 24.05.2013, 20:26:15 »
Die Idee reizt mich auf jeden Fall, und insbesondere reizt es mich, Samuel auszuspielen, dessen inhaltliche Tiefe ich bislang höchstens anreißen konnte. Ist aus meiner Sicht einer meiner bislang interessantesten Spielercharaktere geworden, und ich würde ihn gerne weiter leben lassen ;-)

Da Samuel ja regelmäßig seine Persönlichkeit wechselt, denke ich darüber nach, ob ich einen solchen Wechsel nicht genau in die Zeit der Kampagne bringe. Sprich: Er ist zunächst noch als Samuel Weissdorn aktiv, wird dann aber innerhalb der Kampagne jemand anderes. Es wäre natürlich zu klären, wie man das mit den Beziehungen zu den anderen Charakteren unter einen Hut bringen kann.

So viel auf jeden Fall schon mal: Sofern Rücksicht auf ggf. wenig Zeit (geringe Postingrate) genommen wird, wäre ich sehr gerne wieder dabei.

Samuel Weissdorn

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« Antwort #4 am: 24.05.2013, 20:27:40 »
Ach ja, zum Spielsystem - mir wäre tatsächlich lieber, wenn wir bei PF bleiben könnten. Ich habe noch immer Schwierigkeiten, nicht zwischen D&D und PF alles durcheinander zu bringen, und wäre sehr froh, wenn ich jetzt nicht noch ein drittes System auseinander halten müsste...

Menthir

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« Antwort #5 am: 24.05.2013, 21:02:05 »
So viel auf jeden Fall schon mal: Sofern Rücksicht auf ggf. wenig Zeit (geringe Postingrate) genommen wird, wäre ich sehr gerne wieder dabei.

Da wird alles beim Alten bleiben von meiner Seite aus. :)

Ach ja, zum Spielsystem - mir wäre tatsächlich lieber, wenn wir bei PF bleiben könnten. Ich habe noch immer Schwierigkeiten, nicht zwischen D&D und PF alles durcheinander zu bringen, und wäre sehr froh, wenn ich jetzt nicht noch ein drittes System auseinander halten müsste...

Das ist kein Problem, Samuel, und der Grund, warum man auf Malmsturm umsteigt. Es gibt sehr wenige Regeln und Dinge, die man grundsätzlich beachten muss. Ein Grundkanon an Regeln, damit man eine gemeinsame Basis hat und der Rest ist Erzählspiel, mit der zusätzlichen Besonderheit, dass ihr das Spiel als Spieler noch aktiver mit Behauptungen und Ideen prägen könnt. Außerdem läuft das Spiel über das Anspielen der Aspekte der Charaktere, also quasi den Charakter des Charakters anzuspielen. :)

Ich verlinke kurz mal die Zusammenfassungen, die List einmal für seine Malmsturmrunden formuliert hat. Da kannst du dir die Grundzüge kurz durchlesen. Das dauert vielleicht fünf Minuten. Wie gesagt, das ist kein regelstarres System, aber eines, welches das Anspielen der Charaktere (im negativen wie im positiven) belohnt. Für unsere Art des Charakterspiels ist es sehr geeignet. Ich bitte also darum, zumindest kurz in die Links zu schauen. :)

Lists Regelzusammenfassung für
« Letzte Änderung: 24.05.2013, 21:02:41 von Menthir »
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Carl von Lütjenburg

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« Antwort #6 am: 24.05.2013, 21:49:04 »
Ich würde ebenfalls gerne mit diesen Charakteren ein weiteres Szenario bestreiten. Ich finde die Qualität die hier mitunter an den Tag gelegt wird atembaraubend und möchte irgendwie auch wirklich gerne wissen wie es mit Carl so weiter geht :) Was weitere Mitspieler angeht, so würde ich jeden, der zu uns stoßen möchte mit offenen Armen empfangen.

Zum Regelsystem:
Ich kann Menthirs Ausführungen nur unterstreichen. Und so wie ich dich kennengelernt habe, Samuel, glaube ich, dass dir das FATE-System sehr gefallen wird. Meiner Meinung nach könnte der Systemwechsel unserem Spielstil auch sehr zu pass kommen, da das System ein freies und proaktiveres Agieren der Spieler fördert und diesen mitunter auch Erzählrechte einräumt. So wie ich FATE bis jetzt kennenlernen konnte fordert es wirklich eine unglaublich geringe Einarbeitungszeit  und maximal eine Handvoll an Regeln die man verstehen muss. Diese sind wie schon von Menthir ausgeführt stets allgemein gehalten und universell einsetzbar, es gibt also keine Sonderregeln und Ausnahmen, wie beispielsweise bei DSA, wo man Dienstags und Vollmond mit Scheibendolchen Stangenwaffen nicht parieren kann, es sei denn man hat einen geschnittenen Laib Brot um den Hals hängen (Ich leider momentan sehr unter DSA...). Was das System aber fordert ist Verantwortung gegenüber der Kampagne/dem Szenario, der Gruppe und dem eigenen Charakter. Es ist auf seine eigene Art ein sehr erwachsener Ansatz Rollenspiel zu spielen, aber gerade dadurch kann man unglaublich viel gewinnen. Und ohne uns zu sehr loben zu wollen, ich meine, dass dieses System deshalb annähernd perfekt für uns ist und deshalb stimme ich für die Nutzung des FATE Systems.


Samuel Weissdorn

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« Antwort #7 am: 24.05.2013, 21:59:47 »
Ich schau's mir auf jeden Fall mal an... es klingt sehr vielversprechend :)

Menthir

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« Antwort #8 am: 24.05.2013, 22:34:07 »
Danke für die ersten Antworten. Ich werde dann einmal schauen, dass ich demnächst, wenn keiner Einwände hat, schonmal langsam mit der Spielersuche starte. Ich denke mal, dass es spätestens zum 01. August 2013 soweit sein wird, dass wir das Szenario beginnen können. :)
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Samuel Weissdorn

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« Antwort #9 am: 24.05.2013, 22:43:54 »
Ich werd allerdings Mitte/Ende August im Urlaub sein, also dann ggf. später einsteigen.

Menthir

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« Antwort #10 am: 24.05.2013, 23:07:28 »
Ich werd allerdings Mitte/Ende August im Urlaub sein, also dann ggf. später einsteigen.

Ich hatte gehofft, dieses Szenario mit einer Samuel Weißdorn-Vorlesung beginnen zu lassen. Vielleicht schaffen wir das ja zu Beginn des August noch, dann verschwindet Samuel erstmal und kommt nach deinem Urlaub wieder. :)
Einen schönen Urlaub sollst dir da dann auch gönnen! :)
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Alfred Nobel

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« Antwort #11 am: 25.05.2013, 18:28:34 »
Auch wenn die Entscheidung(en) schon gefallen zu sein scheinen, möchte ich trotzdem noch meine Wünsche loswerden:

Seit Deiner indirekten Ankündigung der römischen Runde schweben mir Ideen und Charakterkonzepte im Kopf umher, auf die ich mich freuen und sie (oder zumindest einen Teil von ihnen) gerne umsetzen würde. Nicht nur, dass die römische Zeit ohnehin eine meiner Schwächen ist (sieben Jahre Schullatein tragen auch ihren gewissen Teil dazu bei), auch die römisch-griechische Mythologie finde ich faszinierend und spannend. Dazu noch die nötige Prise an politischen Intrigen und Machtspielchen und all die Aussicht auf all die neuen Dinge, die ich durch Deine Art des Spiels lernen kann: Ich war im Prinzip schon überzeugt. Falls ich das noch so aussprechen darf, würde ich gerne für die römische Runde plädieren.

Zusätzlich zu meinem Votum für die Römer, glaube ich, dass meine Geschichte von Alfred Nobel mit dem Ende der Preußenrunde auch ein gewisses Ziel erreicht haben und damit erzählt sein wird. So gerne ich den Charakter spiele, verhält es sich mit meinen Charakteren mittlerweile ähnlich wie Dir mit Deinen Kampagnen: Ich spiele sie gerne für eine gewisse Zeit, für ein gewisses Szenario, doch muss ich sie nicht mehr ein Leben lang begleiten. Auch wenn das nur meine erste Einschätzung ist (und natürlich noch davon geprägt, dass ich davon ausgegangen bin, dass Alfreds Charakter für mich gemeinsam mit der Preußenrunde endet), und ich vielleicht mit etwas Bedenkzeit doch noch Gedanken in einer Fortsetzung der Nobels fassen kann, fühlt sich diese Einschätzung im Moment realistisch an.

Natürlich könnte man sich überlegen, einen ganz anderen Charakter für die Pariser Kommune zu übernehmen, aber dafür müsste mich erst recht noch tiefer in das Szenario einlesen.

Und zum anderen ist mein Durst nach klassischem Rollenspiel in alternativer Interpretation noch nicht ganz gestillt. Das merkst Du an Charakteren wie Sezair und Jean-Levi (zu d20-modern-Zeiten) aber auch Alfred zeigt deutlich meine Absichten, die Pathfinderregelwerke für unsere Zwecke auszulegen, und trotzdem ein "heldenhaftes Spektakel" darzustellen. Man mag an dieser Stelle vielleicht stumpfe Action-Geilheit vorwerfen (verzeiht bitte den Ausdruck), aber das nehme ich gerne auf mich. Ich habe mich auch köstlich an den Avengern amüsiert. :P
Das Fate System durfte ich mit Jean-Levi in Lists Cocytos Runde ausprobieren, und hatte bedeutende Schwierigkeit, mich auf die Freiheiten einzulassen, die das System dem Spieler bietet. Woran das liegen mag, kann ich an dieser Stelle nicht formulieren - so ausführliche Gedanken habe ich mir nicht gemacht. Ich kann nur bestimmt bezeugen, dass mir die Perspektive der d20 Regeln eher zugesagt haben.

Wie dem auch sei, zusammenfassend:
Pro Römer.
Contra Franzosen.

Pro Pathfinder.
Contra Fate.

:-(
But I have learned to study Nature’s book
And comprehend its pages, and extract
From their deep love a solace for my grief.

 - A Riddle, 1851

Conrad Rosenstock

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« Antwort #12 am: 25.05.2013, 18:40:14 »
Wie dem auch sei, zusammenfassend:
Pro Römer.
Contra Franzosen.

Pro Pathfinder.
Contra Fate.

:-(

Das ist etwas schade. Auch ich bin großer Pathfinder-Fan und könnte mich auch mit anderen Szenarien ganz gut anfreunden. Aber die Idee und das Herzblut von Menthir haben mich schon überzeugt seinem Projekt mit FATE eine Chance zu geben. Schade, dass es momentan eher so aussieht, als ob du nicht von der Partie wärst oder nur "ganz vielleicht".

Menthir

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« Antwort #13 am: 26.05.2013, 01:48:00 »
Auch wenn die Entscheidung(en) schon gefallen zu sein scheinen, möchte ich trotzdem noch meine Wünsche loswerden:

Darauf würde ich auch bestehen. Das offene Äußern von Wünschen liegt mir sehr am Herzen und nicht zuletzt ist dies auch eine der Funktionen von Fate, es einem Spieler noch offensiver möglich zu machen. Danke also für die Anmerkungen! :)

Zitat
Seit Deiner indirekten Ankündigung der römischen Runde schweben mir Ideen und Charakterkonzepte im Kopf umher, auf die ich mich freuen und sie (oder zumindest einen Teil von ihnen) gerne umsetzen würde. Nicht nur, dass die römische Zeit ohnehin eine meiner Schwächen ist (sieben Jahre Schullatein tragen auch ihren gewissen Teil dazu bei), auch die römisch-griechische Mythologie finde ich faszinierend und spannend. Dazu noch die nötige Prise an politischen Intrigen und Machtspielchen und all die Aussicht auf all die neuen Dinge, die ich durch Deine Art des Spiels lernen kann: Ich war im Prinzip schon überzeugt. Falls ich das noch so aussprechen darf, würde ich gerne für die römische Runde plädieren.

Vielen Dank für das große Lob!
Was römische Runden angeht, geht es mir letztendlich nicht anders. Ich habe eine große Schwäche für römische Kultur und römische Geschichte, aber vor allem auch für die historische Bearbeitung der Antike (durch alle Zeiten). Ich habe auch viele Ideen, aber gleichzeitig bin ich selbst immer auf der Suche nach spannenden Szenarien und diese sind als Spielleiter manchmal eben egoistisch gewählt, auch wenn ich euch eine Mitwahl lasse. Ich habe mit dem Szenarienvorstoß sicher eine Gewichtung von meiner Seite angegeben, und bin natürlich auch dankbar, dass dies goutiert wird.
Ich hätte auch Lust auf eine römische Runde, was den Ausschlag für die Pariser Kommune gegeben hat, ist aber mein Interesse an Sozialphilosophie und Sozialpolitik und mein eigenes, politisches Engagement.
Hätte die Runde sich für Rom entschieden, hätte ich das aber auch akzeptiert und die Herausforderung gerne angenommen. Ganz ist die Idee auch nicht aus der Schublade. Das ganz sicher nicht. :)

Zitat
Zusätzlich zu meinem Votum für die Römer, glaube ich, dass meine Geschichte von Alfred Nobel mit dem Ende der Preußenrunde auch ein gewisses Ziel erreicht haben und damit erzählt sein wird. So gerne ich den Charakter spiele, verhält es sich mit meinen Charakteren mittlerweile ähnlich wie Dir mit Deinen Kampagnen: Ich spiele sie gerne für eine gewisse Zeit, für ein gewisses Szenario, doch muss ich sie nicht mehr ein Leben lang begleiten. Auch wenn das nur meine erste Einschätzung ist (und natürlich noch davon geprägt, dass ich davon ausgegangen bin, dass Alfreds Charakter für mich gemeinsam mit der Preußenrunde endet), und ich vielleicht mit etwas Bedenkzeit doch noch Gedanken in einer Fortsetzung der Nobels fassen kann, fühlt sich diese Einschätzung im Moment realistisch an.

Natürlich könnte man sich überlegen, einen ganz anderen Charakter für die Pariser Kommune zu übernehmen, aber dafür müsste mich erst recht noch tiefer in das Szenario einlesen.

Nimm dir die Bedenkzeit. Auf jeden Fall ist das Weiterspielen Alfreds nicht verpflichtend, sondern ein Angebot meinerseits. Ich könnte es mir selbst spannend vorstellen, weil 7 1/4 Jahre zwischen den Ereignissen im Dezember 1863 und März 1871 liegen werden und die Erde sich kräftig gedreht hat.
Du kennst meinen Umgang mit Szenarien und dementsprechend würde ich nur versuchen dafür zu stehen, dass dieses Szenario sich auch nicht anfühlen wird wie die Casus-Belli-Runde, sondern dass sie eben andere Schwerpunkte setzt, eine andere Atmosphäre setzt und auch andere Anreize setzen möchte. Gleichzeitig wird sie immer wieder Rückbezug auf die Charaktere nehmen. Vielleicht ist es für den einen oder anderen Charakter eine schreckliche oder glückliche Vergangenheit, auf jeden Fall wohl nicht dasselbe. Das wäre mir ganz wichtig.

Wenn du also einen anderen Charakter übernehmen möchtest, wäre das absolut legitim.
Ich finde deine beiden in der PM erwähnten Varianten erstrebenswert und würde dich in beiden Vorgehensvarianten unterstützen. :)

Zitat
Und zum anderen ist mein Durst nach klassischem Rollenspiel in alternativer Interpretation noch nicht ganz gestillt. Das merkst Du an Charakteren wie Sezair und Jean-Levi (zu d20-modern-Zeiten) aber auch Alfred zeigt deutlich meine Absichten, die Pathfinderregelwerke für unsere Zwecke auszulegen, und trotzdem ein "heldenhaftes Spektakel" darzustellen. Man mag an dieser Stelle vielleicht stumpfe Action-Geilheit vorwerfen (verzeiht bitte den Ausdruck), aber das nehme ich gerne auf mich. Ich habe mich auch köstlich an den Avengern amüsiert. :P
Das Fate System durfte ich mit Jean-Levi in Lists Cocytos Runde ausprobieren, und hatte bedeutende Schwierigkeit, mich auf die Freiheiten einzulassen, die das System dem Spieler bietet. Woran das liegen mag, kann ich an dieser Stelle nicht formulieren - so ausführliche Gedanken habe ich mir nicht gemacht. Ich kann nur bestimmt bezeugen, dass mir die Perspektive der d20 Regeln eher zugesagt haben.

Ich kann natürlich nur das Angebot machen, dass wir es gemeinsam mit Fate probieren. Im Gegensatz zum neuen Szenario, welches aufgrund der Stimmenzahl in Paris stattfinden wird, könnte Samuels Antwort die Waage noch in ein Unentschieden kippen. Conrad richtet sich nach der Gruppe, du bist für Pathfinder, Carl und ich sind für Fate (ich habe die Umfrage nach euren Stimmen geschlossen). Wenn Samuel also dafür kämpft und du dafür kämpfst, würde ich meine Gründe noch sehr viel ausführlicher darlegen, warum ich persönlich Fate bevorzuge. Danach könnten wir das System dann kippen.
Das mit dem Freiheiten bekommen wir ihn, da meine Runden ein relativ enges Korso haben wird und die Fertigkeitseinsätze ja nicht grundsätzlich anders sind als bei Pathfinder. Man hat nur weniger Berechnungsgrundlagen in Konfliktsituationen. Und selbst wenn es einem damit schwerfällt, kann man seinen Charakter erstmal auf zwei Schienen bauen, einmal als Grundcharakter in Pathfinder, um vor Augen zu haben, was der Charakter können soll, und dann die Umsetzung davon auf Fate, um das dann dort leichter für sich nutzbar zu machen. Das wäre mein Vorschlag für einen langsamen Übergang. :)

Du hast die Kommentare zu meiner Kaiserrunde gelesen und kommentiert (das große Lob dort deinerseits rührt mich immer noch!) und weißt, dass ich dieses Spiel mit den Systemen und den wahrgenommenen und tatsächlichen Fesseln des Systems selbst sehr schätze und immer wieder damit kämpfe und arbeite. Ich denke für unsere spezielle Runde jedoch, dass wir darüber hinwegsein könnten in dieser Zusammensetzung und diesen Konflikt mit den Systemgrenzen nicht mehr unbedingt brauchen. Wenn es hilft, kann ich immer Spielsituationen auf Pathfinder oder D&D brechen, wenn man in einer Situation nicht weiterweiß. Auf jeden Fall werde ich dir keine Action-Geilheit vorwerfen. :)

Wir finden dort jedoch sicher eine Lösung und können, wenn du in dich gehen magst, unsere Punkte gegenüberstellen. Vielleicht finden wir einen Ansatz, der uns beiden hilft. Ich arbeite ja auch nach wie vor gerne mit beiden Systemen, aber habe auch mit beiden meine Probleme. :)

Zitat
Wie dem auch sei, zusammenfassend:
Pro Römer.
Contra Franzosen.

Pro Pathfinder.
Contra Fate.

:-(

Vielen Dank für deine Einschätzung. :)
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