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Autor Thema: Geisterstadt  (Gelesen 90138 mal)

Beschreibung: Episode 1.2

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Omrah

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Geisterstadt
« Antwort #420 am: 12.03.2015, 00:38:05 »
Noch bevor sich Omrah entscheiden konnte, ob er dem Halbork in den Hof folgen sollte, war dieser auch schon unten und hatte das Tor geöffnet. Damit konnte der Junge sich die Gedanken um Gefahren, Risiken und hässliche Untotenfratzen sparen. Er war zwar mutig und hatte den Schrecken, der ihn in den Tunneln unter Aradan ergriffen hatte, langsam überwunden aber das hieß nicht, dass er sofort jede Gefahr einging.
So folgte er dem Rest der Gruppe zum Tor, über den kleinen Hof - wobei er den Blick von den Toten abwandte - und hinein in das Gebäude. Fast hatten sie ihr Ziel erreicht und dann konnte er zurück ins Sanatorium. Zurück zu Ryffa und ihr alles über dieses Abenteuer erzählen. Sie umarmen und nie wieder loslassen...

Doch noch war es nicht so weit. Als Katarina nach Licht fragte, nickte Omrah nur. Er hasste die Dunkelheit sowieso und hätte auch unaufgefordert eine seiner Kerzen angezündet, die mithilfe einer speziell dafür angefertigten Laterne, sogar eine Fackel ersetzen konnte. Omrah entzündete eine der Kerzen und stellte sie vorsichtig in die Vorrichtung der Laterne. Schließlich folgte er der Gruppe durch den Gang und entschied sich dazu, Gelirion und Schnüffler zu leuchten, damit diese im Zimmer auch etwas sehen konnten.

Schnüffler

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Geisterstadt
« Antwort #421 am: 15.03.2015, 22:50:17 »
Schnüffler gab ein zustimmendes Grummeln von sich und blickte durch die Tür nach den anderen. "Das hieße, wir wären nicht die einzigen, die überlebt haben. Grundsätzlich eine gute Nachricht. Andererseits..." Der Halbork spuckte auf den Boden. "Die ganze Scheiße hier gefällt mir nicht. Je eher wir hier wieder herauskommen, desto besser."

"Ich sehe mich einmal um. Komme gleich wieder.", sagte er. Leise ging er die Stufen wieder herauf und sah sich im Erdgeschoss und der ersten Etage der Akademie um. Er wollte nicht lange von den anderen getrennt bleiben, aber vielleicht gab es irgendwo Hinweise auf die anderen "Besucher" der Akademie[1].

Die kleine Rotznase nahm er an die Hand. Die Hölle würde er tun, sie hier zu lassen, wo er sie nicht im Auge hatte. Zumindestens nicht, da er sie eben schon alleine gelassen hatte. "Der kleine Omrah ist ein furchtloser Bursche. Mit dem kann man Pferde stehlen. Eine gute Partie.", murmelte er. "Aber Katarina würde ich nicht trauen, wenn sie nackt vor mir stünde. Sie ist eine Schlange. Sie spuckt Gift. Was meinst Du?"
 1. Stealth 21 / Perception 13
« Letzte Änderung: 20.03.2015, 22:42:00 von Schnüffler »
"Die Grausamkeit der meisten Menschen ist Phantasielosigkeit, und ihre Brutalität Ignoranz."
Kurt Tucholsky

Senses: Perception +6 (+8 um Wertgegenstände zu finden), Darkvision 60 ft., Scent, Coincunning (sucht immer aktiv nach Wertgegenständen im Umkreis von 10 ft.)

Sternenblut

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Geisterstadt
« Antwort #422 am: 21.03.2015, 17:11:59 »
Vorsichtig sahen sich die Gefährten in den Räumen unterhalb der Eingangshalle um. Keine der Türen war verschlossen, und - zu ihrem Glück - keine der Türen verbarg weitere Untote. Übungs- und Lagerräume, eine - weitgehend geplünderte - Waffenkammer und ähnliches waren hier unten zu finden.[1] Eine Schatzkammer offenbarte sich nicht auf den ersten Blick, doch wie Katarina schon angekündigt hatte, war sie vermutlich gut verborgen.

Kurz überprüfte Schnüffler noch einmal die Eingangshalle. Die Spuren des Feuers, der Ruß, zeigte eine eindeutige Geschichte: Zur Zeit des Feuers hatten hier noch Waffen gehangen, die jemand später entfernt hatte. Eine genauere Untersuchung zeigte, dass einige der Leichen Brandwunden hatten, aber nicht alle. Vermutlich waren einige der Toten hier tatsächlich im Feuer verbrannt - ob lebendig oder untot -, andere aber waren eindeutig nicht durch das Feuer umgekommen, sondern von jemandem getötet worden. Der Halbork konnte auch eindeutige Kampfspuren erkennen. Wie frisch diese waren, war aber schwer zu sagen: Die Untoten waren oft schon Tage tot, bevor sie jemand endgültig vernichtete.

Rotznase sah zu Schnüffler auf, und zuckte mit den Schultern. "Omrah ist nett", erklärte sie lapidar, "aber Katarina ist ein böser Mensch. Trotzdem hält sie ihr Wort."
 1. 
Räume:
1 - Lager (Nahrung)
2 - Lager (Wein & Co.)
3 - Übungsraum (Holzpuppen usw.)
4 - Übungsraum (Zielscheiben)
5 - Rüstungskammer  (verblieben: 2 Lederrüstungen)
6 - Waffenkammer Fernkampf  (verblieben: 1 Köcher mit 40 Pfeilen, 1 Langbogen)
7 - Waffenkammer Nahkampf  (verblieben: 2 Kriegsäxte, 2 Dolche, 1 Netz)
8 - Leerer Raum (Regale an den Wänden)
« Letzte Änderung: 21.03.2015, 22:30:12 von Sternenblut »
"Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realismus." - Alfred Hitchcock

Gelirion

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Geisterstadt
« Antwort #423 am: 22.03.2015, 22:20:00 »
Keine Schatzkammer aber wenn es leicht wäre, wäre es keine Schatzkammer. Doch auch die Räume boten noch kleine Schätze. Nahrung und etwas Ausrüstung. Das war gut. Wobei sie im Sanatorium genug Waffen und Rüstungen hatten. Das essen war damit viel wichtiger. Doch zumindest Pfeile sollte sich Schnüffler einstecken.

„Die Frage ist, wo würden wir eine Schatzkammer verstecken?“ Gelirion kratzte sich am Kinn, nachdem er verlauten ließ, dass sie das Essen am ehesten mitnehmen sollten. „Bei so einem Gemäuer sollten wir nach Geheimgängen suchen. Vielleicht in einem der Übungsräume oder den Waffenkammern. Schließlich war doch die Kampfkunst hier das größte oder?“ fragend blickte er sich um. Dabei erzählten seine Hände Areo das eben gesagte.

Omrah

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Geisterstadt
« Antwort #424 am: 23.03.2015, 04:35:30 »
Mehr als vorsichtig bewegte sich Omrah durch die Gänge und Räume des Gebäudes. Immer rechnete er damit, dass sich Untote hinter einer Tür befanden und so war er erleichtert, als das in keinem der Räume der Fall zu sein schien. Im Lager griff er in einen Jutesack, der in einer Ecke herumlag und fand einen Apfel, in den er herzhaft hineinbiss und damit weiter durch die Gänge lief.
Wenn Katarina Recht hatte, musste sich hier irgendwo ein Geheimgang befinden aber Omrah war durch seine Vorsicht und Angst vor weiteren Untoten einfach viel zu abgelenkt, als das er sich genau umsah.[1] So war er momentan keine große Hilfe aber sollte jemand anderes den Geheimgang finden, würde er ihn nach Fallen untersuchen können. Das konnte er gut - schließlich hatten die reichen Säcke in Aradan ihre Wertsachen des Öfteren geschützt gehabt. Auch das war jetzt Vergangenheit aber zumindest konnte Omrah seine Erfahrung nutzen.
 1. Wahrnehmung 5...

Sternenblut

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Geisterstadt
« Antwort #425 am: 23.03.2015, 12:36:35 »
Während die Gefährten sich unterhielten, die gefundenen Nahrungsmittel[1] und sonstigen Schätze aufteilten, suchten einige von ihnen bereits nach geheimen Eingängen. Areo machte sich, wie von Gelirion vorgeschlagen, an den Übungsräumen zu schaffen. Schließlich war es aber Katarina, deren Suche erfolgreich war: "Ich habe etwas gefunden!" rief sie.

Als die Gefährten bei ihr waren, deutete sie auf ein Weinfass, dessen Deckel sie geöffnet hatte. Der Geruch der roten Flüssigkeit verbreitete sich unterschwellig im Raum. "Jonaas ist eben auch der Gott der Feiern", erklärte sie mit einem Lächeln. "Ich habe versucht, das Fass zu verschieben. Dabei ist mir aufgefallen, dass es fest im Boden verankert ist. Ich schätze, wenn wir den Wein herauslassen, findet sich darunter eine Tür nach unten." Sie sah sich in der Runde um. "Allerdings müssen wir wohl damit rechnen, dass der Zugang gegen Eindringlinge abgesichert ist. Kennt sich jemand mit solchen Dingen aus?"
 1. Das Lager enthält genug für 50 Rationen; jede Ration wiegt 1 Pfund
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Schnüffler

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Geisterstadt
« Antwort #426 am: 23.03.2015, 13:53:56 »
Schnüffler konnte sich noch keinen rechten Reim auf die Dinge machen, die er gesehen hatte. Er beschloss aber, dass er für den Moment genug gesehen hatte und auch schon zu lange fort gewesen war. Mit der Rotznase an der Hand ging er den Weg in den Keller zurück. "Glaubst Du, wir werden die Zombies überleben?", fragte er beiläufig.
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Omrah

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Geisterstadt
« Antwort #427 am: 23.03.2015, 23:45:11 »
Natürlich war es Katarina, die einen Geheimgang fand. Sie kannte sich erstaunlich gut aus beziehungsweise hatte sehr viel Glück, so schnell einen Treffer zu landen. Doch für den Moment hinterfragte Omrah das nicht weiter, sondern stellte sich neben die Frau und sah sie an. "Ich kann Fallen entschärfen. Musste ich schon oft machen." sagte er nur, ohne weiter auf das Thema einzugehen. Ihm war noch immer unangenehm, was er vor der Nacht des Blutes alles hatte tun müssen, um zu überleben. Ob die anderen vielleicht bereits wussten, dass er auf der Straße gelebt hatte? Omrah versuchte diese Gedanken zu verscheuchen und sich lieber auf die gesicherte Geheimtür zu konzentrieren.

Sternenblut

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Geisterstadt
« Antwort #428 am: 24.03.2015, 09:27:26 »
Kurzerhand machte sich Omrah an die Untersuchung des Fasses. Und auch, wenn er noch nicht so viel Erfahrung gesammelt hatte wie manch andere Straßenkinder: Er entdeckte tatsächlich etwas! Knapp unterhalb des undurchsichtigen, roten Weins befand sich ein metallischer Ring innerhalb des Fasses, der sich komplett am inneren Rand entlangzog. Jede größere Veränderung der Flüssigkeit, etwa durch Hineingreifen, würde die Falle auslösen, und eine in dem Ring verborgene Stahlschlinge würde sich im Bruchteil einer Sekunde zusammenziehen. Ein in das Fass gehaltener Arm würde so vermutlich einfach abgetrennt werden.
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Sternenblut

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Geisterstadt
« Antwort #429 am: 24.03.2015, 10:11:58 »
Etwas abseits standen Schnüffler und die kleine Rotznase, während Omrah das Fass untersuchte, und unterhielten sich leise. Eine ganze Zeit lang antwortete das Mädchen gar nicht, und er dachte schon, sie hätte ihn vielleicht nicht gehört. Doch ihr Gesichtsausdruck zeigte, dass sie über seine Frage nachdachte.

"Es werden Leute überleben", erklärte sie. "Und es werden Leute auch wegen anderen Sachen sterben. Du kannst bestimmt überleben, aber du musst mehr auf dich aufpassen."
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Esulilde Ziberadi

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Geisterstadt
« Antwort #430 am: 25.03.2015, 08:09:02 »
Esulilde war wieder in schweigen versunken. Schnüffler und Omrah hatten die Mauer erfolgreich überwunden.
Auch hier gab es glücklicherweise keine Untoten, denn je mehr Zeit verging, desto klarer wurde sich Esulilde, wie ausgelaugt sie sich fühlte. Es durfte kein neuer Kampf entbrennen - zumindest nicht jetzt.

Fas Feuer hatte gewütet - doch es gab auch noch jemanden, der den dortigen Bewohnern den Tod gebracht hatte. Oder war es am Ende kein Mensch?
Kurz musste sie an den beschworenen Dämon der Aguas-Priester denken, doch dann fiel ihr wieder Udeons Antwort ein: Dieser Dämon würde sich nicht mit einem simplen Massaker zufrieden geben. Es liegt eher in seiner Natur, mit den sterblichen seine Spiele zu spielen.
Und wenn sie mit ihrer Vermutung richtig lag, wütete der entfesselte Dämon gerade in den unterirdischen Tunneln der Stadt... Doch Stein wird ihn nicht aufhalten.

Hatte sie immernoch Angst vor dem Diener von Xaraleas, jenem Engel welcher Aguas so nahe stand wie sonst kein anderer Priester? Sie horchte in sich hinein und spürte tatsächlich, wie sich die Angst wie eine Schlange durch ihren Körper zu winden schien. Doch gleichzeitig erinnerte sie sich daran was Udeon gesagt hatte "Als du fortgelaufen bist, warst du Aguas vielleicht näher als jemals zuvor". Aguas war mit ihr gewesen, als sie geflohen war.
Angst, die den Körper durchströmte, war für die Anhänger Aguas kein Gift, das einen schwächer machte. Im Gegenteil- es war Blut, das einen am Leben erhält. Hätte sich Esulilde in dieser Nacht bei Udeons Verwandlung nicht ihrer Angst hingegeben, hätten die wandelnden Toten Esulilde getötet. Und mit Udeon -der im Sanatorium stets betont hatte, dass seine Zeit knapp bemessen wäre- würde es dann nur noch eine Stimme des Herrn geben. Iana hatte Esulilde klar gemacht, dass sie Udeons Gesellschaft weniger schätzte. Vermutlich wäre sie nicht an den Ältesten Priester herangetreten.

Sie wandte sich an ihre Gefährten, um sich von den Gedanken zumindest einen Moment abzulenken und den anderen von einer Entdeckung zu berichten, die sie bei einigen Leichen im verbrannten Gebäude gemacht hatte:
"Ich habe einige der Toten untersucht, die nicht durch das Feuer selbst umgekommen sind. Jene Toten wurden zunächst mit verschiedenen Waffen angegriffen, vermutlich Schwerter, Speere, Morgensterne und ähnliche. Als sie am Boden lagen, hat dann jemand gezielt mit dem Speer nochmal in den Kopf gestochen - selbst dann, wenn bereits andere tödliche Kopfwunden vorhanden waren. Das ist eindeutig daran zu erkennen, dass für diese Speerwunden die entsprechenden Blutflecken immer genau dort auf dem Boden sind, wo die Leichname jetzt liegen."

Gelirion hatte in jener Nacht den sterbenden Mann enthauptet, seinen Kopf von den Schultern getrennt. Den gefundenen Männern war ein Speer durch den Schädel getrieben worden. Verhinderten die Trennung des Kopfes von den Schultern oder ein durchstoßen des Kopfes die Verwandlung in einen Untoten?
Zusätzlich zu den Wuchtwaffen, die zum Tod des Mannes geführt und ihn ebenfalls am Kopf verletzt hatten, wurde der Schädel noch einmal durchstoßen. Waren Wuchtwaffen, zu denen zun Teil auch Aguas' Morgensterne zählten, die wirkungslosesten Waffen gegen die Zombies? Oder würde man die Untoten daran hindern können, sich wieder zu erheben, wenn man ihnen die Spitzen des Morgensterns in den Schädel trieb?
« Letzte Änderung: 25.03.2015, 14:03:31 von Esulilde Ziberadi »

Schnüffler

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Geisterstadt
« Antwort #431 am: 25.03.2015, 16:41:40 »
Schnüffler ging neben der Rotznase auf die Knie und sah dem Mädchen direkt ins Gesicht. "Ich kann überleben. Aber warum sagst Du nichts von Dir? Hör zu, Mädchen, Du darfst nicht an Deinem Überlebenswillen zweifeln. Niemals!"

Schnüffler stand wieder auf und betrachtete den kleinen Omrah bei der Arbeit. Hier inmitten der Toten zeigte sich, dass der Kleine kein gewöhnlicher Junge war. Solches Talent erwarb man nicht in der Schule und auch nicht in der Schlosserwerkstatt. Schnüffler schätzte, dass Omrah vor der Apokalypse ein Dieb gewesen sein mochte.

Schnüffler hatte gehört, dass Banden manchmal Straßenkinder aufsammelten und ihnen das Diebeshandwerk beibrachten. Die Kleinen waren von ihnen abhängig und loyal. Gleichzeit misstraute niemand einem Kind. Und selbst wenn es gefangen worden war, dann war sein Wissen über die Organisation meistens gering. Darum waren Kinder die idealen Diebe.

Doch wie es auch war, es war Schnüffler egal. Er selbst hatte keine weiße Weste, bei Weitem nicht!
« Letzte Änderung: 25.03.2015, 16:47:14 von Schnüffler »
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Geisterstadt
« Antwort #432 am: 25.03.2015, 18:09:01 »
Katarina beobachtete Omrah bei der Untersuchung, und wandte sich nur kurz Esulilde zu. "Die spannende Feage ist, ob die Toten vorher Lebende waren, oder bereits untot. Oder anders: Hat sich hier jemand gegen die wandelnden Toten gewehrt, oder die Einwohner der Festung niedergemacht, um zu plündern?"

Das Mädchen sah Schnüffler immer noch an. Plötzlich griff sie seine Hand, und hielt sie fest. Sie schien noch etwas sagen zu wollen, blickte den Halbork aber nur mit einem intensiven Blick an, der irgendwo zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit lag.
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Omrah

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Geisterstadt
« Antwort #433 am: 26.03.2015, 00:42:42 »
"Hier läuft ein metallener Ring unter dem Wein das Fass entlang." erklärte Omrah, der sich vollkommen auf seine Arbeit konzentrierte und die Gespräche um sich herum nicht mitbekam. Er beugte sich etwas vor, um mehr sehen zu können und entdeckte schließlich, wie die Falle funktionierte. "Wenn sich irgendetwas an dem Stand der Flüssigkeit ändert, wird sich eine Stahlschlinge aus dem Ring lösen und sich zusammenziehen." erklärte der Straßenjunge, der einen Blick für Mechanismen aller Art hatte. "Wenn wir den Wein aus dem Fass lassen wollen, sollten wir keine Hand hereinhalten." endete er schließlich und wandte sich an die Gruppe. "Ich kann versuchen den Mechanismus auszuschalten aber wenn ich was falsch mache..." sagte er nur und überließ den Rest der Kreativität jedes einzelnen. Auch die Frage, ob er es versuchen sollte, sprach Omrah nicht aus.

Gelirion

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« Antwort #434 am: 26.03.2015, 11:27:07 »
„Die Frage ist nicht ob du es kannst sondern ob du es dir zutraust zu schaffen.“ erwiderte der sich keine Gedanken darum machte, was passieren würde. Von Fallen verstand er schließlich auch nur so viel, dass sie gefährlich waren. „Also entscheide du, schließlich bist du kein Kind mehr. Willst du es machen oder nicht? Wenn nein können wir das Fass auch mit Pfeilen durchlöchern oder mit einer der Kriegsäxte beziehungsweise Areos Stab umwerfen.“ Einen Moment blickte er noch zu dem kleinen Jungen und wendete sich dann zu Schnüffler um. Seine Hände übersetzten derweil für Areo weiter. „Schnüffler, sag hast du die Pfeile und den Bogen eingesteckt oder gar eine der Kriegsäxte? Wenn nein sollten wir es so oder so noch machen, ebenso wie mit dem Essen.“ Dann blickte er zurück zum Kleinen. "Und du solltest dir eine der Lederrüstungen nehmen, vielleicht passt eine." Dann wartete Gelirion auf die Entscheidung des Jungen.

Auch wenn er gerade nichts zu dem Gespräch von Esulilde und Katarina beitragen wollte, hatte er es registriert. Über Plünderer mussten sie sich jetzt keine Gedanken machen außer sie waren noch hier. Schnüffler und er vermuteten eh das Selbe wie die beiden Frauen. Auch dies teilte er Areo mit, dass sie möglicherweise in Gefahr waren von Plünderern überrascht zu werden.
« Letzte Änderung: 26.03.2015, 11:31:38 von Gelirion »

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